Hightech-Klo fürs Flugzeug made in Dresden

Dresden – Anlässlich des 11. Tages der deutschen Luft-und Raumfahrtregionen versammelten sich am Donnerstag zahlreiche Vertreter der Branche in Dresden. In hochrangig besetzten Podien und Fachvorträgen werden wichtige Fragestellungen der Branche betrachtet und die künftige Entwicklung des Industriezweiges besprochen.

Eigentlich ist Deutschland eher als Automobilnation bekannt. Doch in der jüngeren Vergangenheit hat sich auch die Luft- und Raumfahrtindustrie etabliert. Gerade aus Sachsen stammen zahlreiche Innovationen dieses Wirtschaftszweiges. Einer der Vorreiter ist die Firma AOA Gauting aus Dresden.

Ein Themenschwerpunkt des 11. Tages der Luft- und Raumfahrtregionen ist die sogenannte Industrie 4.0. Durch sie sollen mit Hilfe von Internettechnologien Menschen, Maschinen und Produkte vernetzt werden.

In Sachsen gibt es eine Vielzahl innovativer und leistungsfähiger Zulieferer. Die Firma AOA Gauting zum Beispiel produziert Vakuum-Toilettensysteme und hat ein Löschsystem für Frachtflugzeuge entwickelt, mit dem 7 Liter Wasser genügen, um einen Brand zu löschen. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert sieht allerdings noch großes Potential in der Luft- und Raumfahrtbranche: „Wir haben sehr gute sogenannte „Hidden Champions“, die große Wachstumsraten versprechen“, so Hilbert.

In Sachsen sind rund 7.000 Menschen in Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Luft- und Raumfahrtbranche angestellt. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten sie einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.