Hilfe für Tim: 1700 Spender wollen krebskrankes Baby retten

Dresden – Die Turnhalle der Oberschule in Weixdorf ist am Sonnabend fast aus allen Nähten geplatzt. Mehr als 1000 Menschen kamen in den Norden Dresdens um dem kleinen Tim zu helfen.

Tim ist gerade mal vier Monate alt. Bei dem Jungen stellten die Ärzte Blutkrebs fest und nur eine Stammzellenspende kann ihn retten. Derzeit erhält er im Dresdner Uniklinikum eine Chemotherapie und konnte aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht mit seiner Mama Christina Marquardt nach Weixdorf kommen.

 

Für viele der Spender ist es ein inneres Bedürfnis, mit ihrer Registrierung und der Blutabnahme bei der Deutschen Knochenmarkspende dem kleinen Mann und anderen Menschen, die an Krebs leiden, zu helfen.

Erst kurz vor Ende der Typisierung kam Mama Christina Marquardt dazu. Sie wachte bis dahin im Krankenhaus am Bett ihres jüngsten Kindes.

Für sie ist die Hilfsbereitschaft der Menschen atemberaubend.

Die DKMS organisierte die Aktion innerhalb von vier Wochen. Ein Kuchenbasar stand bereit, es gab eine Tombola mit tollen Preisen. Für die Kinder wurde ein kleiner Traum war. Sie konnten mit einem Traktor mitfahren. Insgesamt waren mehr als 100 Helfer am Start.

Die genommenen Blutproben gehen nun nach der Aktion in das DKMS Life Science Lab Dresden. Dort wird das Material genau analysiert:

Bei der Registrierung in Weixdorf unterstützen wollten auch die Schirmherren der Hilfsaktion – die Firebirds. Drei der fünf Bandmitglieder kamen extra aus Leipzig und Frankfurt eingeflogen, um Tim mit ihrer Registrierung zu helfen.

Am Ende der Typisierung hatten sich bei der Aktion 1753 Menschen bei der DKMS registrieren lassen. Bleibt zu hoffen, dass für Tim und andere Betroffene ein passender Spender dabei ist.