Hochwasserschutz: Weißeritz wird um zwei Meter abgesenkt

Dresden – Das Horrorszenfalseario Flut. Aktuell undenkbar bei Pegelständen von rund 72 Zentimetern der Elbe in Dresden, knapp 50 Zentimetern der Elster in Leipzig und nur 34 Zentimetern bei der Chemnitz. Dennoch beschäftigt der Hochwasserschutz noch immer den sächsischen Freistaat. Ein aktuelles Großbauprojekt befindet sich unterhalb der Nossener Brücke: Hier wird die Flusssohle der Weißeritz um zwei Meter abgesenkt.

Die Bilder vom Hochwasser 2002 sind wohl jedem noch im Kopf. Seitdem hat der sächsische Freistaat mehr als 2.2 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert. Neben zahlreichen kleineren Projekten sind es die Mammutprojekte, wie hier an der Weißeritz in Dresden, die über einen längeren Zeitraum geplant und umgesetzt werden. Um den Ablauf des Wassers im Unterlauf des Gewässers zu verbessern, wird hier die Flusssohle um zwei Meter abgesenkt.

Während die Hochwasserschutzwände momentan noch errichtet werden, wurden die Unterkanten der Brücken bereits angehoben.
Das Besondere dieses Bauprojektes ist die Arbeit am fließenden Gewässer. Damit das Flussbecken ausgebaggert werden kann, muss der Flusslauf zeitweise um mehrere Meter verlegt werden.

2002 war neben der Elbe auch die Weißeritz über die Ufer getreten. Sie hatte unter anderem den Dresdner Hauptbahnhof überschwemmt. Durch die umfassenden Baumaßnahmen soll das Gebiet rund um das Flutbecken der Weißeritz künftig einem noch größeren Hochwasser standhalten können.

Mehr als 280 Projekte wurden im Rahmen des Hochwasserschutzinvestitionsprogrammes seit 2002 sachsenweit umgesetzt. Darüber hinaus befinden sich noch weitere 190 im Bau. Auch im Doppelhaushalt 2017/18 sind rund 205 Millionen Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen eingeplant.