Gar nicht witzig: Horror-Clowns halten Leipzig in Atem

Leipzig – Eigentlich sollten sie für Spaß sorgen, doch diese Clowns sorgen für das genaue Gegenteil: Bundesweit werden immer mehr Vorfälle bekannt, bei denen als Clown kostümierte Personen arglosen Passanten auflauern, diese verfolgen und sie mit Waffen bedrohen. Auch die Messestadt bleibt nicht verschont: Am Donnerstag sind mehrere Schulkinder von einem Horror-Harlekin erschreckt worden.

Der Täter, der die Kinder der Paul-Robenson-Schule in Wahren einen bösen Schreck einbläute, wurde von Polizeibeamten gesucht, konnte jedoch nicht gefunden werden. Bereits vergangenen Freitag war eine Frau am Wilhelm-Leuschner-Platz verfolgt worden.

Auch Polizeidirektionen anderer deutsche Städte wie Greifswald oder Bochum vermeldeten in den vergangenen Tagen solche Vorfälle. In Gelsenkirchen verletzte sich am Montag eine 14-jährige, als sie vor einem Grusel-Clown flüchtete.

Der Trend der „Horror-Clowns“ ist ein internationaler und kommt wohl aus dem Halloween-Land USA: Bereits im August vermeldeten amerikanische Behörden eine versuchte Kindesentführung in South Carolina. Auch dort mehrten sich die Fälle, so dass der McDonalds-Konzern sich gezwungen sah, sein Maskottchen, den Clown Ronald McDonald, vorerst aus dem Verkehr zu ziehen.

Experten glauben, dass der Trend allerorten zumindest bis zum Grusel-Fest Halloween am 31. Oktober anhalten wird. Bei allem Unmut über die Aktionen sind der Polizei die Hände gebunden, denn jemanden zu erschrecken erfüllt keinen Straftatbestand – moralisch fragwürdig ist es aber in jedem Fall.