Industrieruine wird Ausstellungsort

Chemnitz – Der Poelzig-Bau an der Zwickauer Straße ist in diesem Jahr Austragungsort der Chemnitzer „Begehungen“.

Das internationale Kunst- und Kulturfestival wird fast alle Etagen des brachliegenden Industriedenkmals bespielen – sagenhafte 5.000 Quadratmeter stehen dafür zur Verfügung.

Am Donnerstag, dem 18. August, wird die Ausstellung eröffnet. Fünf Künstler, die bereits seit einigen Wochen in Chemnitz sind, haben bereits mit der Installation ihrer Werke begonnen.

Mit dem Poelzig-Areal wurde für die „Begehungen“ ein für Chemnitz sehr geschichtsträchtiger Ort gewählt. Seit mehr als 20 Jahren steht die alte Fabrik schon leer und verfällt. Die Festivalmacher haben deshalb alle Hände voll zu tun, das marode Gebäude, in dem kaum noch eine Fensterscheibe heil ist, für die Besucher herzurichten.

In den leerstehenden ehemaligen Werkräumen herrscht eine romantisch-morbide Stimmung, in der zeitgenössische Kunst gut zur Geltung kommen wird.

Verbindendes Element der 13. „Begehungen“ wird das Thema „Lärm“ in all seien Facetten sein. Insgesamt 21 internationale Künstlerinnen und Künstler werden ihre Arbeiten zwischen Krach und Stille, Flüstern und Aufschreien vier Tage lang präsentieren.

In den kommenden Tagen wird sich der Poelzig-Bau weiter mit Kunstwerken füllen. Am kommenden Donnerstag wird dann pünktlich 18 Uhr der Einlass erfolgen.

Neben junger Kunst wird es bei den „Begehungen“ außerdem Lesungen, Workshops, Musik und vieles mehr geben.