Investitionen am Stausee Rabenstein

Chemnitz – Dichte Regenwolken hingen am Mittwoch über dem Stausee Rabenstein – ein Wetter, bei dem sich kein Badegast in das Gelände verirrt.

Der verregnete Sommer drückt beim Betreiber, der „Eissport und Freitzeit GmbH“, auf die Stimmung.

Doch mit dem Stausee hat man noch ein anderes Standbein, das Geld in die Kasse spült. Regelmässig dient das Stauseeareal als Veranstaltungsgelände.

Ob mit dem Mountainbike-Rennen „Heavy24“ oder dem Kosmonaut-Festival – Zehntausende Besucher sind dabei am 6,5 Hektar großen Stausee zu Gast und nutzen auch die Infrastruktur des Geländes.

Doch bei den Großveranstaltung geraten vor allem die Sanitäranlagen an ihre Grenzen. Deshalb sollen jetzt die Toiletten- und Dusch-Trakte grundhaft saniert und deutlich erweitert werden.

So sollen den Damen dreimal und den Herren sogar viermal mehr WCs als bisher zur Verfügung stehen. Auch die Duschkapazitäten werden verdoppelt und mit Warmwasser ausgerüstet.

600.000 Euro sollen die Sanierungsarbeiten kosten, mehr als zwei Drittel sind dafür aus dem Haushalt der Stadt Chemnitz vorgesehen. Wenn der Verwaltungs- und Finanzausschuss zustimmt, könnten die Bauarbeiten im Oktober beginnen und im März abgeschlossen sein.

Zu den Maßnahmen gehört auch der Weiterbau einer wichtigen neuen Wasserleitung für die Campingfläche vor dem Gelände, die bereits bis zum Funkmast verlegt wurde.

Wenn das Wetter wieder sommerlicher wird, können sich Badegäste in Rabenstein bereits jetzt auf eine Neuheit freuen.

In den vergangenen Wochen wurde eine neue Wasserrutsche aus Edelstahl montiert, die die alte Anlage ersetzt. Mit 84 Metern ist sie sogar die längste Naturwasser-Edelstahl-Rutsche Deutschlands. Die 100.000 Euro teure Anlage geht allerdings mit einiger Verzögerung in Betrieb.

Im vergangenen Jahr wurden am Stausee Rabenstein rund 80.000 Badegäste gezählt. In diesem Jahr werden es wohl deutlich weniger werden.