Jeden Tag ein Haftbefehl

Dresden – Die Bundespolizei blickt in Dresden auf ein Wochenende voller Arbeit. So haben Beamte auf dem Hauptbahnhof nach Kontrollen auf drei Haftbefehle vollstreckt.

Den Anfang machte am Freitag ein 43-Jähriger. Dieser wurde wegen mehrfachen Eigentumsdelikten durch die Staatsanwaltschaft Leipzig per Haftbefehl gesucht. Gegen Zahlung von 845,- Euro bestand für den Deutschen die Möglichkeit der Haft zu entgehen. Doch weder er, noch die durch ihn verständigte Großmutter, waren in der Lage die Summe zu entrichten. Jetzt muss er für 65 Tage hinter Gitter!

Am Samstagabend wurde ein 27-Jähriger kontrolliert. Dabei fiel den Beamten auf, dass zwischen dem Passbild des Reisepasses und der vor ihnen stehenden Person keine Ähnlichkeit bestand. Bei weitergehenden Ermittlungen wurde anschließend festgestellt, dass der indische Staatsangehörige durch mehrere Justizbehörden gesucht wurde und ein Haftbefehl wegen Besonders schweren Fall des Diebstahls seitens der Staatsanwaltschaft Dresden vorlag. Da der Gesuchte die Geldstrafe in Höhe von 327,- Euro bezahlen konnte, entging er dem Haftantritt.

Schließlich wurde am Sonntagabend ein 66-Jähriger gefasst! Dieser kam mit der seltenen Bitte auf die Bundespolizisten zu, ihn zu kontrollieren um zu erfahren, ob er in Deutschland noch gesucht wird. Die Polizisten entsprachen gern dem Wunsch, mit dem Resultat, dass der slowakische Staatsangehörige mit seiner Vermutung richtig lag. Dieser hatte noch eine 133-tägige Freiheitsstrafe nach mehrfachen Diebstählen und Verstößen gegen das Waffengesetz zu verbüßen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Dresden