Kolonnadenviertel bald Autofrei?

Leipzig – Auf Vorschlag der Leipziger Grünen soll das Gebiet zwischen Martin-Luther-Ring und Friedrich-Ebert-Straße in Zukunft Radfahrer- und Fußgängerfreundlicher werden. Geplant ist zudem eine Neugestaltung des Nikisch- und Dorotheenplatzes. Das Konzept soll außerdem als Modellprojekt für andere Stadtteile dienen.

Das Leipziger Kolonnadenviertel, zentral gelegen, einst Vorzeigeviertel für Wohnraum in der DDR. Mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten, soll dem Kiez ein frischer urbaner Wind verpasst werden. Auf Vorschlag der Stadtratsfraktion der Leipziger Grünen soll das Gebiet zwischen Martin-Luther-Ring und Friedrich-Ebert-Straße in Zukunft Radfahrer- und Fußgängerfreundlicher werden. Geplant ist zudem, eine Neugestaltung des Nikisch- und Dorotheenplatz mit einer erhöhten Aufenthaltsqualität. Also mehr Grünflächen und der Blick auf Nachhaltigkeit, wie der Verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Daniel von der Heide weiß.

Wie aus der betreffenden Stadtratsvorlage hervorgeht, soll das Konzept und die Umsetzung als Modellprojekt auch für andere Stadtteile und Quartiere entwickelt werden. Dabei steht die Umgestaltung des öffentlichen Raums zur Förderung der aktiven Mobilität zu Fuß und auf dem Rad im Vordergrund.

Der Antrag zur Umgestaltung des Kolonnadenviertels wurde bereits im Herbst durch die Grünen-Fraktion gestellt. Wenn eine Mehrheit im Stadtrat zusammenkommt, nimmt die Stadtverwaltung  die Planungen auf. Eine entsprechende Bürgerbefragung zu den Plänen könnte dann im Herbst 2017 stattfinden.