Kugelstoßer in Olympia-Form

Chemnitz – Die amtierende Weltmeisterin im Kugelstoßen, Christina Schwanitz, hat vor einer Woche bereits ein Ausrufezeichen gesetzt.

Bei den Europameisterschaften in Amsterdam holte die 30-Jährige vom LV 90 Erzgebirge mit der Saisonbestleistung von 20,17 Meter souverän die Goldmedaille.

Dabei war ihre Vorbereitung für die Saisonhöhepunkte aufgrund einer Schulterverletzung alles andere als ideal. Für die demnächst beginnenden Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro ist sie dank ihrer starken Form auf jeden Fall eine Top-Favoritin auf den Titel. Auf Glück allein will sich die Sportlerin des Jahres 2015 allerdings nicht verlassen. Um die vielleicht entscheidenden Zentimeter herauszukitzeln, feilt sie mit Erfolgstrainer Sven Lang noch einmal an der Optimierung der Technik.

Sven Lang betreut aber noch einen anderen Athleten, der mit der Hoffnung auf Edelmetall nach Rio reist. David Storl hat in seiner jungen Karriere bereits viel erreicht: zweimal Weltmeister, Olympia-Silber und sechsmal in Folge Deutscher Meister. 

In Amsterdam wurde der 25-Jährige vom DHfK Leipzig zum dritten Mal Europameister. Dabei steigerte sich David Storl im fünften Durchgang noch einmal und erzielte mit 21,31 Meter seine Saisonbestweite. Um gegen die starke Konkurrenz aus Übersee zu bestehen, muss sich der gebürtige Rochlitzer allerdings noch steigern. Gemeinsam mit Sven Lang arbeitet David Storl noch an Kraft und Technik, um bei Olympia ganz vorne mitmischen zu können.

Ungeachtet dessen das seinen beiden Athleten verletzungsbedingt rund 2.500 Trainingsstösse gegenüber vergangenen Jahren fehlen, ist der 54-Jährige Lang für Rio zuversichtlich.

In den kommenden Wochen steht für David Storl und Christina Schwanitz noch ein Trainingslager auf dem Programm. Danach geht es nach Südamerika.

Das Kugelstoßen der Frauen mit Christina Schwanitz findet am Freitag dem 12. August statt.

Bei den Männern wird die Entscheidung am Donnerstag, dem 18. August, fallen. Dann hoffentlich mit einem starken David Storl.