„Lampedusa 361“ rührt viele Dresdner zu Tränen

Dresden – Auch am letzten Tag der Ausstellung „Lampedusa 361“ besuchten viele Menschen den Dresdner Theaterplatz. Sie alle schauten noch einmal auf die Fotografien der Gräber von Flüchtlingen, die bei der Mittelmeerüberquerung ums Leben kamen.

Fünf Tage lang säumte die Installation den Platz vor der Dresdner Semperoper. Am Mittwoch soll sie abgebaut werden. Noch am vergangenen Freitag wurde der Friedhof unter lauten Protesten eröffnet. Am Ende war der Tenor dennoch überwiegend positiv. So waren viele Dresdner, die die Kunstinstallation am Dienstag ansahen, den Tränen nahe.

Seit mehr als 20 Jahren sterben Flüchtlinge vor der Küste Siziliens. Mit der Installation „Lampedusa 361“ sollte die große Leistung der italienischen Gesellschaft dokumentiert werden, die den Opfern auch im Tod ein Stück Würde zurückgeben wollte. Dazu wurde dem Bürgermeister des italienschen Dorfes Riace, Domenico Lucano, am Sonntag der Dresden-Preis verliehen.