Leipzig schaut brisantem Derby entgegen

Leipzig –  Das Viertelfinale des Sachsenpokals setzt beide Fanlager in Aufruhr. Am Donnerstag wurden rund um Leipzig an verschiedenen Brücken 30 grün-weiß gekleidete Puppen aufgehangen. Eine klare Provokation an die Fanszene Chemies. Zahlreiche Sticheleien beider Fanlager veranlassen die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort zu sein, um die Unterstützergruppen voneinander fern zu halten.

Im Vorfeld der Partie wurde viel um den Austragungsort diskutiert. Die Verantwortlichen von Lok hatten sich einen neutralen Austragungsort mit mehr Kapazität wie z.b. der Red-Bull-Arena gewünscht. Für Chemie kam dies allerdings nicht in Frage. So können nur 750 Lok-Fans am Sonntag im Gästeblock Platz finden.

Um den altehrwürdigen Alfred-Kunze-Sportpark für so ein Hochsicherheitsspiel fit zu bekommen mussten zahlreiche Verbesserungen im Stadion vorgenommen werden. Der Trubel um mögliche Ausschreitungen rund um die Partie am Sonntag verklärt oft den sportlichen Blick auf das Spiel. Die Probstheidaer gehen als Regionalligist als Favorit ins Rennen. Die Chemiker genießen allerdings den Heimvorteil und wollen diesen auch nutzen.

Für Lok-Trainer Heiko Scholz zählt nur ein Weiterkommen, um die Aussicht auf attraktive Gegner im weiteren Turnierverlauf hochzuhalten. Rund um das Stadion wird am Sonntag ein weiträumiger Sicherheitsring gezogen. Lok-Fans die Tickets für das Spiel besitzen sind dazu aufgerufen mit dem Shuttle-Bus ab dem Bruno-Plache-Stadion zum Spiel zu gelangen. Es bleibt zu hoffen, dass es ein rein sportliches Duell bleibt.