Lesen gegen Gewalt“ in der Stadtbibliothek Chemnitz

Chemnitz – Zu den 15. Projekttagen Lesen gegen Gewalt in der Stadtbibliothek ist die bekannte Kinderbuchautorin Anja Tuckerman zu Gast. Sie liest und spricht mit Schülern über das Thema Migration.
 
Zu den Projekttagen „Lesen gegen Gewalt“ wird Anja Tuckermann vom 2. bis 4. November zwei ihrer neuesten Bücher für jüngere Kinder vorstellen.
13 Grundschulkassen werden zu Gast sein, wenn Anja Tuckermann aus „Alle da!: unser kunterbuntes Leben“ und „Nusret und die Kuh“ liest und mit den Schülerinnen und Schülern über das Thema Migration spricht.
Sie erzählt, aus welchen Ländern die Helden ihrer Bücher kommen und warum, schildert auch ihre Wünsche und Sehnsüchte. Erfolge und Probleme beim Eingewöhnen, bei der Suche nach neuen Freunden, beim Lernen der fremden schwierigen Sprache und endlich beim Ankommen in einer völlig anderen Kultur. Spannendes und Schwieriges kommt zur Sprache, die Autorin zeigt aber, wie bunt das Leben wird, wenn viele verschiedene Menschen von überall her zusammenkommen.
Neben den Texten bringt Anja Tuckermann Bilder und zusätzliche Informationen über die Herkunftsländern der Migrantenkinder mit. Die Akteure der Geschichten und die Zuhörer sind im gleichen Alter, was die geplanten Gespräche erleichtern wird. Die Autorin kommt aus Berlin und leitet dort neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit Schreibwerkstätten für Jugendliche und Erwachsene. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Werke, u.a. den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Das Projekt „Lesen gegen Gewalt“ gibt es in der Stadtbibliothek seit 2002. Die Lesungen von Kinder- und Jugendbuchautoren beschäftigen sich mit wechselnden Schwerpunkten diesem ständig aktuellen Thema. Sie zeigen Ursachen und Zusammenhänge differenziert und nachvollziehbar auf und bieten damit die Möglichkeit, sich mit dem Problem im Klassenverband aktiv auseinander zu setzen.

Das Projekt wurde vom Verein Förderer der Stadtbibliothek Chemnitz e.V. initiiert und wird vom
Lokalen Aktionsplan für Demokratie, Toleranz und ein weltoffenes Chemnitz (LAP) gefördert.

(Quelle: Stadt Chemnitz)