Lovoo-Betreiber kaufen sich frei

Dresden – Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Ermittlungen gegen die Betreiber der Online-Dating-Plattform Lovoo gegen Zahlung von hohen Geldauflagen eingestellt.

Die insgesamt zwölf Beschuldigten sollen seit 2013 Nutzer mit sogenannten Fake-Profile Nutzer getäuscht und sie so zum Abschluss kostenpflichtiger Leistungen verleitet haben.

Konkret heißt es von der Staatsanwaltschaft: „Die Beschuldigten sollen in einigen Wochen zwischen dem 14. Juni 2013 und dem 23. Juli 2014 einen entsprechend manipulierten Quellcode eingesetzt haben, wodurch betroffenen Nutzern ein Gesamtschaden von 1.182.720,40 EUR zum Vorteil der LOVOO GmbH entstanden sein soll.“

Die Beschuldigten, zu denen die Geschäftsführer Alexander Friede sowie die Brüder Benjamin und Björn Bak gehören, müssen Geldstrafen zwischen 5000 und 390.000 Euro zahlen. Insgesamt beträgt die Summe der Geldauflagen 1,2 Millionen Euro. Davon sollen 900.000 Euro überwiegend gemeinnützigen regionalen Einrichtungen zugute kommen und 300.000 Euro an die Staatskasse.

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