LVB lässt Korken knallen

Leipzig – Am 15. Juni ist nach zwei Jahren Bau- und rund sechs Jahren Planungszeit der neue Straßenbahnhof in Dölitz eröffnet worden.

Mit der Eröffnung des Straßenbahnhof Dölitz ist das Dreiergespann der LVB mit dem Betriebshof Angerbrücke und dem Technischen Zentrum Heiterblick seit Mittwoch vollendet. Im Zuge der Baumaßnahmen, die insgesamt mehr als dreißig Millionen Euro gekostet haben, wurde der Straßenbahnhof komplett modernisiert und funktional erweitert.

So bietet das Gelände nun Platz für 75 Straßenbahnwagen und 15 Busse. Als Stellplatz für diese wird die 1912 erbaute Stahlbetonhalle genutzt, die ebenso wie die versetzte Front der alten Holzhalle, zu großen Teilen erhalten werden konnte.

Durch die Fertigstellung der Bauarbeiten soll die Nord-Süd-Achse des Öffentlichen Nahverkehrs gesichert und effektiver gestaltet werden. Dölitz übernimmt in der Folge für 110 Fahrzeugeinheiten und die genannten 15 Busse wesentliche Betriebshoffunktionen im südlichen Stadtgebiet.

Weiterhin wurde an dem Standort eine neue Wasch- und Wartungshalle mit einer angegliederten Werkstatt errichtet. Insgesamt bietet der Standort rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe Platz. Ein weiterer Vorteil ist der Ausgleich für den ab diesem Jahr ausfallenden Straßenbahnhof in der Wittenberger Straße, sowie die generelle Senkung der Betriebs- und Baukosten.

Vor allem die Punkte Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein haben bei dem Ausbau der Anlage eine bedeutende Rolle gespielt. Was zudem ins Auge fällt ist der Faktor, dass die Leipziger Verkehrsbetriebe sich im Zuge der Bauarbeiten ihren Kunden weiter angenährt und den Bereich auf der Bornaischen Straße gezielt barrierefrei gebaut haben.

Alles in allem sprachen die Organisatoren bei der feierlichen Veranstaltung von einem vollen Erfolg der Baumaßnahme und betonten die Unverzichtbarkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs für die Zukunft der Stadt.