„Made in Saxony“: Hier testet Dulig selbstfahrende Autos!

Chemnitz – Mit einem Sonderzug ist Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig am Montagmorgen nach Chemnitz gereist.

Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Forschung befindet sich der Minister in dieser Woche auf „Innovationstour“. Dabei werden Unternehmen in ganz Sachsen besucht, die ihre Neuentwicklungen vorstellen. Zunächst war Martin Dulig bei der Erzgebirgsbahn zu Gast. Hier ist man derzeit mitten in der Entwicklung eines hybriden Schienenfahrzeugs – des „EcoTrain“. Dieses soll Diesel- und Elektroantrieb in sich vereinen.

Ein Zug der Erzgebirgsbahn wird derzeit bereits auf den Hybridantrieb umgebaut – zwölf weitere sollen in Zukunft folgen. Das Potential der Technologie ist riesig. Allein in Deutschland gibt es rund 600 Züge dieser Bauart, die zu einem EcoTrain umgerüstet werden könnten.

Die Innovationstour führte Sachsens Wirtschaftsminister anschließend auf den Flugplatz Jahnsdorf bei Chemnitz. Dort stellte das Chemnitzer Unternehmen IAV seine Entwicklungen auf dem Gebiet des selbstständig fahrenden Autos vor. Der Minister nahm auch selbst im Wagen Platz, der dank hochentwickelter Sensorik bereits an der Schwelle zum vollautomischen Fahren steht.

So erkennt der Pkw Personen, die sich zwischen geparkten Autos befinden und drosselt automatisch das Tempo. Zudem kommuniziert das Fahrzeug mit speziell ausgerüsteten Ampeln und kommt automatisch zum Stehen. Damit aus Erfindungen „Made in Saxony“ auch Produkte werden, soll vor allem die Netzwerkarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen vorangetrieben werden.

Zudem fließt laut Martin Dulig ein Großteil der Fördermittel seines Ministeriums in die Unterstützung der Hochtechnologie. Die Tour des Wirtschaftsministers läuft noch bis zum Freitag. Dabei wird sie unter anderem auch bei innovativen Unternehmen in Leipzig, Dresden und der Lausitz Halt machen.