Mehr Unfälle trotz Chemnitzer Superblitzer

Chemnitz – Der kombinierte Rotlicht- und Tempoblitzer an der Zwickauer Straße hat die Zahl der Verkehrsunfälle an der Kreuzung mit der Barbarossa- und Goethestraße nicht verringern können.

Wie die Stadt auf eine Ratsanfrage mitteilte, ereigneten sich im Jahr 2015 insgesamt knapp 30 Auffahrunfälle im gesamten Kreuzungsbereich – davon zwölf stadteinwärts in Blitzrichtung.

2014 hatten sich an gleicher Stelle insgesamt neun Unfälle ereignet. In den Vorjahren waren jeweils mehr als 20 Zusammenstösse registriert worden.

Seit der Inbetriebnahme der Anlage im März 2015 wurden insgesamt rund 6.700 Tempovergehen und rund 1.200 Rotlichtverstösse festgehalten. Dabei wurden etwa 315.000 Euro eingenommen.

Mit den Einnahmen hat sich die Messanlage refinanziert. Zudem wurden damit die Einnahmeverluste für das Pilotprojekt des kostenlosen Parkens in der Innenstadt im vergangenen Jahr ausgeglichen.

Die Stadt Chemnitz will an der Messanlage trotz des wenig positiven Einflusses auf die Unfallstatistik festhalten. Ausschlaggebend dafür seien auch die schweren Verkehrsunfälle mit Fußgängern am Überweg der stadtwärtigen Fahrbahn der Zwickauer Straße in den vergangenen Jahren.