Merkel: „Terror erreicht unsere Nachbarschaft“ – jetzt auch Sachsen?

Sachsen – Am Donnerstag bewegte vor allem ein Thema ganz Deutschland und Sachsen: Die Sommer-Pressekonferenz der Kanzlerin.
Auch nach den jüngsten Anschlägen bleibt Angela Merkel ihrem Kurs in der Flüchtlingspolitik treu. Wir haben mit dem Inspekteur der Polizei Dieter Hanitsch gesprochen, welche Konsequenzen Sächsische Sicherheitsbehörden aus den Geschehnissen der vergangenen Wochen ziehen.

 

 

Wegen der jüngsten Anschläge hat Kanzlerin Angela Merkel ihren Urlaub unterbrochen und die Sommer-Pressekonferenz vorgezogen. Sie kündigte unter anderem an, den Staat besser gegen Terroristen zu wappnen. Es war nicht die große Kehrtwende, die die Bundeskanzlerin am Donnerstagmittag verkündet hat. „Wir schaffen das“ betonte sie erneut. Im Vorfeld der Sommer-Pressekonferenz in Berlin wurde spekuliert, ob sie möglicherweise ihren Kurs in der Flüchtlings- und Sicherheitspolitik radikal ändert.

Zu den Attacken in Würzburg und Ansbach äußerte die Bundeskanzlerin: „Wir werden alles tun, um die barbarischen Taten aufzuklären.“ Erschütternd, erdrückend und deprimierend seien die Anschläge. „Die Täter verhöhnen das Land, das sie aufgenommen hat, die Helfer und die vielen anderen Flüchtlinge, die friedlich in Deutschland leben wollen“, so Merkel.

Als Reaktion auf die Anschläge soll ein Neun-Punkte-Plan für mehr Sicherheit sorgen. Dazu zählen eine schnellere Abschiebung von Asylbewerbern, ein Frühwarnsystem für Radikalisierungen sowie Vorbereitungen für Bundeswehreinsätze im Inneren bei großen Terroranschlägen. Insgesamt lässt der Neun-Punkte-Plan auch mehr Überwachung erwarten. Zudem soll ein strengeres Waffengesetz vor allem den Online-Handel von Waffen unterbinden.

Doch wie ernst ist die Bedrohungslage aktuell im Freistaat Sachsen einzuschätzen? Welche Konsequenzen ziehen Sächsische Sicherheitsbehörden aus den Ereignissen der vergangenen Wochen und Monate? Dazu haben wir mit dem Inspekteur der Polizei Sachsen, Dieter Hanitsch, vor dem Sächsischen Innenministerium in Dresden gesprochen. Das Interview sehen Sie im Video.