Sächsische Minister sitzen hinter Gittern!

Leipzig – Am Donnerstag besuchten Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Justizminister Gemkow die Justizvollzugsanstalt in Leipzig Meusdorf, um sich einen Überblick über die Herausforderungen der Justizbeamten zu verschaffen.

Hinter schwedischen Gardinen saßen am Donnerstag – mal ganz unüblich – Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Justizminister Sebastian Gemkow.

Allerdings nur im Rahmen eines Besuches der Justizvollzugsanstalt in Leipzig Meusdorf.

Vor Ort verschafften sie sich einen Überblick über die Arbeit der Justizbeamten. Gesonderte Aufmerksamkeit bekamen dabei die angebotenen Arbeitsbereiche und die Sicherheitszentrale.

Circa 200 Bedienstete sind in der JVA Leipzig beschäftigt. Ihnen obliegen viele Aufgaben – von Betreuung und Behandlung über die Überwachung bis hin zur Versorgung der Inhaftierten.

Derzeit sitzen hier 458 Menschen ihre Haftstrafe ab. Darunter befinden sich Personen in U-Haft, Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren und Ersatzfreiheitsstrafen.

Während des Vollzugs haben die Insassen die Möglichkeit auf Bildung und Ausbildung, Sport und Freizeit sowie religiöse Betreuung. Psychologische und suchttherapeutische Gruppen- und Einzelgespräche sind ebenfalls weitere Behandlungsmaßnahmen.

Maßnahmen von äußerster Notwendigkeit, denn ohne diese würde es noch schwerer werden, Häftlinge nach ihrem Vollzug erfolgreich zu resozialisieren.

Dennoch ist für viele Ex-Häftlinge das Leben nach dem Gefängnis ein Kampf. Eine gute Resozialisierung klappt nicht in allen Fällen und oftmals haben Ex-Knackis ihr ganzes Leben lang Probleme, einen Job zu finden.