Mitteldeutschlands Krankenhausangestellte rackern sich ab!

Leipzig – Am Mittwoch trafen sich Beschäftigte, die in Interessenvertretungen der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen arbeiten, um das Thema Tarifvertrag zu diskutieren.

Mitteldeutsche Krankenhäuser sind unterbesetzt – das Personal ist überlastet. Bundesweit gibt es 162.000 Stellen zu wenig. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind es sogar rund 10.000 fehlende Stellen, die für eine qualitätsgerechte Versorgung seitens des Personals benötigt würden. Unzählige Überstundenanhäufungen und die oftmals alleinige Verantwortung für ein ganzes Krankenhausabteil während des Nachtdienstes sind weitere Belastungsfaktoren für die Beschäftigten.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert mehr Personal in Krankenhäusern und mehr Schutz für dessen Gesundheit. Das Ganze soll über den Abschluss eines Tarifvertrages geschehen, der Angestellte entlasten soll.

Drei Länder – ein Thema: Entlastung jetzt! So ging die ver.di in die Auftaktveranstaltung am Mittwoch in Paunsdorf. Mehrere Beschäftigte aus dem Pflegesektor diskutierten das Thema und leiteten weitere Schritte für den Abschluss eines Tarifvertrages ein.

Die Überlastung äußert sich vor allem in sich anhäufende Krankheitstage und daraus resultierend wieder einen Mangel an geschultem Personal.

Dass ein Tarifvertrag für Entlastung sorgen könnte, beweist laut ver.di die Charité in Berlin. Den dort erbrachten Erfolg will die Gewerkschaft nun auch für Mitteldeutschland erreichen.