Dresden macht aus Biomüll Strom und Wärme

Dresden – Rund 24.000 Tonnen Biomüll fallen jährlich in Dresden an. Daraus werden in Dresden-Klotzsche künftig Strom und Wärme erzeugt. Die neu entstandene Vergärungsanlage soll rund 1.300 Dresdner Haushalte versorgen.

Am Dienstag wurde die neue Vergärungsanlage mit angeschlossenem Blockheizkraftwerk eingeweiht. Das Besondere der Anlage ist die geruchsneutrale Abfallverwertung. Dies ist durch einen komplett geschlossenen Kreislauf ohne Außenlager möglich.
Dazu werden zunächst die Abfälle durch eine Fahrzeugschleuse angeliefert. Anschließend vergärt der Biomüll über einen Zeitraum von etwa drei Wochen in einer speziellen Fermentierungsanlage. Hier wird das Biogas gewonnen. In einem zweiten Prozess wird der Gärrest dann in sogenannten Rottetunneln in hochwertigen Kompost umgewandelt.

Aufgrund der Nähe zur Stadt ist neben der Geruchsbildung auch die Sicherheit von hoher Bedeutung. Hierzu wurde auf dem Dach der Anlage eine doppelte Sicherung eingebaut. Im Notfall kann so das Biogas über spezielle Ventilatoren entweichen oder über eine Notfackel abgebrannt werden. Die Vergärungsanlage setzt die Umsetzung des Dresdner Klimaschutzkonzeptes fort. Durch ihn soll Dresden langfristig umweltverträglich mit Energie versorgt werden.