Mutmaßlicher Chemnitzer Räuber nach Hattrick ermittelt

Chemnitz – Durch intensive Ermittlungen ist es der Chemnitzer Kriminalpolizei gelungen, einen 27-Jährigen zu ermitteln, der drei Raubstraftaten im Frühjahr dieses Jahres im Stadtgebiet verübt haben soll.

Am 5. Februar 2016 war zunächst eine 30-jährige Frau in der City-Bahn auf der Strecke Stollberg-Chemnitz Opfer eines Raubes geworden. Ein damals unbekannter Täter hatte sich zunächst in die Nähe der Frau begeben. Beim Einfahren der Bahn in eine Haltestelle im Ortsteil Altchemnitz entriss er dem Opfer unter Anwendung von Gewalt ein iPhone und flüchtete.

Zu einer ähnlichen Straftat in einem Nahverkehrsbus kam es am 27. Februar 2016 im Bereich der Zentralhaltestelle. Ein ebenfalls damals unbekannter Täter hatte einer 16-Jährigen beim Einfahren des Busses in den Haltestellenbereich das Handy aus der Tasche gezogen. Als er von einem Zeugen dabei ertappt wurde, erzwang er sich gewaltsam die Flucht.

Im dritten Fall war der Tatverdächtige am 29. März 2016 in einem Kaufhaus im Stadtzentrum beim Diebstahl von Kosmetikartikeln gestellt worden. Auch dabei hatte der 27-Jährige versucht, durch Anwendung von Gewalt gegenüber einem Kaufhaus-Mitarbeiter zu flüchten. Er konnte jedoch der Polizei übergeben werden.

Durch den Abgleich von bereits vorhandenen Bildern einer Überwachungskamera und dem ständigen Austausch der Ermittler erhärtete sich letztlich der Tatverdacht gegen den 27-Jährigen die ersten beiden Taten betreffend. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnräume fanden Ermittler schließlich das Smartphone, das der 30-jährigen Frau am 5. Februar 2016 geraubt worden war. Der Beschuldigte wurde noch am selben Tag vorläufig festgenommen und befindet sich aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Chemnitz seither in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat bereits Anklage wegen Raub, räuberischen Diebstahls und Körperverletzung erhoben. Die Hauptverhandlung wird voraussichtlich im Juli 2016 stattfinden.