Das sagt Pflichtverteidiger Hollstein zur Entlassung von Khalil A.

Chemnitz – Neue Entwicklung im Fall des Chemnitzer Terrorverdächtigen. Nachdem sich der Bombenbauer Dschaber al-Bakr in der Leipziger JVA das Leben genommen hatte, ist nun ein mutmaßlicher Unterstützer auf freien Fuß gesetzt worden.

Khalil A., der vermeintliche Unterstützer des toten Chemnitzer Terrorverdächtigen Jaber al-Bakr ist frei. Der 33-jährige Syrer ist am Sonntagnachmittag aus der Dresdner Justizvollzugsanstalt entlassen worden. Wie sein Rechtsanwalt Peter Hollstein mitteilte, habe sich der dringende Terrorverdacht gegen Khalil A. nicht bestätigt. Dem Syrer wurde Beihilfe zu einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen. Am 8. Oktober wurde Khalil A. auf dem Chemnitzer Hauptbahnhof verhaftet, nachdem in seiner Wohnung im Chemnitzer Stadtteil Kappel rund 1,5 Kilogramm Sprengstoff geborgen wurden.
Laut Bundesanwaltschaft bestand gegen den Syrer der dringende Tatverdacht, dass dieser al-Bakr seine Wohnung zur Nutzung überlassen hatte und über die Anschlagspläne informiert war. Außerdem soll er ihm bei der Beschaffung, der für die Herstellung des Sprengstoffs notwendigen Materialien über das Internet behilflich gewesen sein. Offenbar lagen aber keine Beweise vor, die eine weitere Inhaftierung Khalil A’s rechtfertigten. Seit seiner Festnahme in Chemnitz, saß Khalil A. in Dresden in Untersuchungshaft. Laut seinem Pflichtverteidiger hofft der Syrer nach seiner Entlassung darauf, dass seine Unschuld nun bewiesen werden kann.
Der Fall, um einen geplanten Terroranschlag, hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Nach dem Selbstmord des Hauptverdächtigen, Jaber al-Bakr, in der JVA Leipzig, wurde Kritik an der sächsischen Justiz laut.

© Roland Halkasch