Zugriff in Leipzig: Terrorverdächtiger Syrer wohl mit IS-Verbindung

Leipzig – In der Nacht auf Montag kam es in Leipzig-Paunsdorf zu einem SEK-Einsatz, dabei ist der terrorverdächtige 22-jährige Syrer aus Chemnitz gefasst worden. Das Landeskriminalamt geht von einer Verbindung zum Terrornetzwerk IS aus.

Der Zugriff erfolgte gegen 0:40 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Hartriegelstraße. Das Sondereinsatzkommando der Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften, einem Hubschrauber und sogar einem Bombenräumkommando angerückt. In dem Mehrfamilienhaus wurde eine Wohnungen durchsucht, dabei wurde Dschaber A. festgenommen.

Syrischer Terrorverdächtiger beim Eintreffen der Polizei angeblich schon gefesselt

Der 22-jährige Syrer, der nach Polizeiangaben seit 2015 in Deutschland lebt, war bei einer Anti-Terror-Razzia in Chemnitz geflohen, er soll Anschläge geplant haben. Dschaber A. hatte wohl einen Landsmann am Leipziger Hauptbahnhof angesprochen und darum gebeten bei ihm schlafen zu können, dieser hatte den Gesuchten erkannt und in seiner Wohnung überwältigt. Die Polizei hat Dschaber A. angeblich gefesselt aufgefunden. Die Bundesstaatsanwaltschaft ist inzwischen federführend bei den Ermittlungen.

LKA: Verbindung zum IS sehr wahrscheinlich

Auf der gemeinsamen Pressekonferenz am Montagmittag in Dresden wollten LKA-Präsident Dr. Jörg Michaelis und Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) keine genauen Details zum Stand des Ermittlungsverfahrens bekannt geben. Jedoch wurde bestätigt, dass Vorgehensweise und Verhalten des Verdächtigen für eine Verbindung zum Terrornetzwerk IS sprechen. Der vorgefundene Sprengstoff TATP wurde auch in Brüssel und Paris verwendet.