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Neue deutschlandweite Konzertreihe feiert in Dresden Premiere

Kulturelle Grenzen musikalisch überwinden. Das wollen deutsche Opernhäuser mit der neuen Konzertreihe. Den Anfang macht die Dresdner Semperoper am 12. Februar. Als Reaktion auf die Montagsproteste will sie ein Zeichen für Toleranz und die integrierende Kraft der Kunst setzen.

Kulturelle Grenzen musikalisch überwinden. Das wollen deutsche Opernhäuser mit der neuen Konzertreihe. Den Anfang macht die Dresdner Semperoper am 12. Februar. Als Reaktion auf die Montagsproteste will sie ein Zeichen für Toleranz und die integrierende Kraft der Kunst setzen.

Dresden, 25. Januar 2016. Die Deutschsprachige Opernkonferenz, in der sich die großen Opernhäuser im deutschsprachigen Raum zusammengeschlossen haben, hat die Konzert-reihe »Oper ohne Grenzen – Konzert für eine offene Kultur« ins Leben gerufen. Bei der heutigen Pressekonferenz in der Semperoper Dresden stellten Wolfgang Rothe, Kaufmännischer Geschäftsführer und Intendant der Semperoper (kommissarisch), Bernd Loebe, der Vorsitzende der Deutschsprachigen Opernkonferenz und Intendant der Oper Frankfurt, sowie Dietmar Schwarz, Intendant der Deutschen Oper Berlin, die Veranstaltungsreihe vor, mit der die internationale Gemeinschaft von Opern- und Kulturschaffenden ein Zeichen für die integrierende Kraft der Kunst und für gelebte Internationalität in gegenseitigem Respekt setzt.

Die Opern-Konzertreihe wird nach ihrem Auftakt in Dresden zunächst in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin mit wechselndem Programm und Gästen der jeweils anderen Opernhäuser weitergeführt. Der Eintrittspreis für die hochkarätig besetzten Opern-Konzerte wurde bewusst niedrig angesetzt, um einem großen Publikum den Besuch dieser Opern-Konzerte zu ermöglichen.



»Mit diesem Schulterschluss wollen die beteiligten Opernhäuser beispielgebend darauf aufmerksam machen, dass die interkulturelle Offenheit, die wir als Künstler miteinander pflegen und verteidigen – Oper ohne Grenzen eben –, auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen möglich ist. Diesen für uns selbstverständlichen Aspekt unserer Arbeit betonen wir durch unsere Kunst: Internationalität in gegenseitigem Respekt, ein klingendes Plädoyer für einen offenen Geist im Umgang mit den Themen der Zeit«, sagte Wolfgang Rothe.

Bernd Loebe fügte hinzu: »Opernbühnen waren schon immer das Forum, in dem brisante politische Problemstellungen thematisiert werden. Deshalb ist es nur folgerichtig, wenn sich jetzt die Musiktheater in Deutschland zusammenschließen, um mit künstlerischen Mitteln für eine weltoffene, vorurteilsfreie Gesellschaft zu plädieren. Als Vorsitzender der Deutschsprachigen Opernkonferenz bin ich stolz darauf, dass wir gemeinsam mit unserem Konzert eine derart geschlossene Position gegen Fremdenhass demonstrieren können«

Auch Dietmar Schwarz unterstrich die Bedeutung der gemeinsamen Initiative: »Die Semper-oper mit ihrer großartigen musikalischen Tradition darf nicht als Kulisse für fremdenfeindliche Agitation missbraucht werden, denn die dort stattfindende Kunst verkörpert den genau gegenteiligen Impuls. Für diese Überzeugung gemeinsam mit anderen Musik- und Theaterbegeisterten einzustehen, dafür wollen wir diese Konzertreihe initiieren und freuen uns, die befreiende, emotionale Wirkung von Kunst mit jedermann zu teilen, der dafür offen ist.«

»Als Theater sind wir ein öffentlicher Raum, in dem Humanität, Respekt und Vielfalt als Kern eines offenen Miteinanders immer wieder thematisiert und gelebt werden. Musik und Kunst verbinden Menschen über alle geographischen, politischen und sprachlichen Grenzen hinweg und bringen sie in Dialog miteinander – eine Erfahrung, die wir am Theater täglich erleben und mit unserem Publikum teilen dürfen. Deshalb sind wir als Deutsche Oper am Rhein, wo über 580 Mitarbeiter aus 35 Nationen zusammen arbeiten, aus großer Überzeugung Teil dieser gemeinsamen Initiative ›Oper ohne Grenzen‹«, so Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg.

Das Auftakt-Konzert in Dresden wird am 12. Februar 2016 um 20 Uhr stattfinden.

Auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Verdi und Mozart. Es singen unter anderem Camilla Nylund, Christoph Pohl, Georg Zeppenfeld, Daniel Behle, Elisabeth Kulman, Mario Chang (Frankfurt), René Pape (Berlin) und Bogdan Baciu (Düsseldorf). Am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden stehen Chefdirigent Christian Thielemann und Sebastian Weigle, Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt.

Karten für das Konzert sind ab sofort an der Tageskasse der Semperoper in der Schinkelwache (T 0351 49 11 705) und unter semperoper.de zum Preis von 10 Euro zu erwerben.

Nach dem Konzert bittet der Ausländerrat Dresden e. V. um Spenden für sein Projekt »Bildungspatenschaften« zur integrativen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Die beteiligten Opernhäuser werden in den kommenden Monaten die Reihe »Oper ohne Grenzen« an folgenden Terminen fortsetzen:

Oper Frankfurt – 3. April 2016

Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg – 18. April 2016 (Opernhaus Düsseldorf)

Deutsche Oper Berlin – 29. Mai 2016

Quelle: Dresdner Semperoper

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