Neues Parkhaus im Dresdner Zentrum?

Dresden – Neue Zukunftskonzepte für Dresdens Innenstadt: FDP Altstadt schlägt ein Mobilitätszentrum an der Reitbahnstraße vor. Dresdens Innenstadt boomt. Jahrzehntelang unbebaute Grundstücke werden wieder mit neuen Wohnungen und Geschäften bebaut. Tausende neue Einwohner ziehen in die Altstadt. Trotz dieses Booms werden insbesondere innerstädtische Parkflächen weiter zurückgebaut, so die Sorge der FDP. Zwischen Marienstraße und Wallstraße verschwinden noch dieses Jahr die letzte Parkflächen, der Ferdinandplatz ist aktuell in Verkaufsverhandlungen und die Parkflächen in der Lingnerstadt werden perspektivisch auch einer Neubebauung weichen.

Der Ortsverband Altstadt der FDP Dresden hat sich deshalb nach einer Fläche umgeschaut, die direkt durch die Landeshauptstadt Dresden betrieben wird, und Potenzial zur Weiterentwicklung zu einem Mobilitätszentrum mit Parkhaus bietet. Ein Standort war schnell gefunden, der Parkplatz an der Reitbahnstraße: „Der große Parkplatz an der Reitbahnstraße, hinter den IBIS Hotels an der Prager Straße gelegen, eignet sich dafür sehr gut. Laut unseren Informationen ist die Fläche komplett in städtischer Hand und wird durch das Straßen- und Tiefbauamt verwaltet. Wir werden perspektivisch das Ziel verfolgen, diesen Parkplatz an der Reitbahnstraße zu einem ganzheitlichen und nachhaltigen Mobilitätszentrum auszubauen. Und wollen damit die Zahl der Parkmöglichkeit erhöhen“ erklärt Robert Malornv, Ortsvorsitzender der FDP Dresden Altstadt.

Die Stadt könnte diese Fläche im Rahmen eines Modellprojekts und als Teil einer „Zukunftsstadt-Kampagne“ zum Aushängeschild entwickeln. Bei der Recherche nach Projekten ähnlicher Art stieß die FDP auf das Büro O’Brien, das als innovatives Büro solche Studien zur Entwicklung von Brachflächen, als Beitrag zur Stadtentwicklung oder als Hinweis auf Erschließungspotentiale in der Stadt regelmäßig aus Eigeninitiative durchführt. Das Büro O` Brien führte die Studien mit der Idee rund um die Reitbahnstraße nun zusammen. So dass in erster Nutzung das Projekt als Parkhaus neben ca. 950 Stellplätzen unter anderem auch Bike&Ride-, Park&Ride-, Carsharing- und Leih-Stationen bietet. Eine teilweisen spätere Umnutzung/Umwandlung in z.B. Wohnraum, Startup-Büros, Appartements o.ä. ist dabei ebenfalls möglich.

„Die Verkehrsentwicklung in der Zukunft ist für Architekten ein wichtiges Thema. Deshalb geht es hier nicht um ein Parkhaus in herkömmlichem Sinne, sondern um eine flexible „Parkhaus“-Architektur für ein innovatives, zukunftsweisendes Mobilitätskonzept, die die Stärke hat, sich flexibel dem aktuellen Bedarf zu widmen, zukunftweisende Tendenzen zu unterstützen und sich an zukünftige Entwicklungen in der Gesellschaft anzupassen. Das Konzept soll der mittel- bis langfristigen Entwicklung der Mobilität entsprechen, bei der die Nutzung des Automobils nur eine Möglichkeit unter vielen Alternativen ist. Die zentrale Lage in der Innenstadt und die Nähe zum Hauptbahnhof ermöglicht die Verknüpfung verschiedener Mobilitätsansätze in einem innovativen Mobilitäts-Hub und damit nachhaltige Konzepte für die Stadt der Zukunft.“, so Ruairi O’Brien von RUAIRI O` BRIEN. ARCHITEKTUR. LICHT. RAUMKUNST.