Nischel erhebt sein Wort

Chemnitz – Am Freitagmorgen, 6:30 Uhr, sprach der Nischel plötzlich zu den Chemnitzern.

Das Karl-Marx-Monument wurde mit Hilfe eines Beamers zum Leben erweckt. Mit sonorer Stimme gab das virtuelle Abbild des Philosophen und Ökonomen ironische Kommentare zur Lage in Chemnitz und der Welt ab.

Hinter der Aktion steht die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE). Sie wird am Samstag und Sonntag jeweils von 18 bis 22 Uhr wieder zahlreiche markante Gebäude in der Innenstadt bunt anstrahlen, um Heimkehrer zu begrüßen. Der sprechende Karl Marx wird dabei ein Teil der originellen Willkommensidee sein.

Mit der Aktion soll vor allem auf die Vielzahl der offenen Stellen in Chemnitz aufmerksam gemacht werden. Wie Firmenvertreter vor Ort bestätigten, suchen Chemnitzer Unternehmen derzeit rund 900 Fachkräfte.

Deshalb wird parallel zu den Lichtinstallationen eine virtuelle Wandzeitung am Neuen Rathaus zu sehen sein, auf die eine Vielzahl von Jobangeboten projeziert werden. Zugleich sollen Heimkehrer auch Informationen über die günstigen Wohnangebote in Chemnitz erhalten.

Der Nischel hat sein Schweigen nach 45 Jahren endlich gebrochen – wer dies noch einmal live erleben möchte, hat die kommenden zwei Tage abends an der Brückenstraße noch mehrmals Gelegenheit dazu.