Nur noch gebührenpflichtiges Parken in der Innenstadt?

Chemnitz – Fast nicht zu glauben, doch es gibt im Chemnitzer Stadtzentrum aktuell noch rund 4.000 Parkplätze für die nichts bezahlt werden muss. Doch nach Plänen der Stadtverwaltung soll sich das bald ändern.

Wie Baubürgermeister Michael Stötzer am Dienstag in einer Presserunde mitteilte, wird noch heute das neue Parkraumkonzept im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss vorlegt. Dieses sieht vor, das im Stadtzentrum künftig nur noch sogenanntes Mischparken mit Gebührenpflicht stattfinden soll.

Hauptgrund dafür ist der Wegfall von gebührenpflichtigen Parkplätzen wie am Johanniskirchplatz oder vor dem Tietz, wo in naher Zukunft Gebäude entstehen sollen.

Derzeit nimmt die Stadt Chemnitz rund 1,2 bis 1,5 Millionen Euro mit Parkgebühren ein. Um zukünftig Verluste zu verhindern, soll bis zum Jahr 2019 schrittweise ein einheitliches Park-System etabliert werden. Es soll dann nur noch heißen: Parkschein oder Bewohnerparkausweis. In zwei verschiedenen Zonen um die Innenstadt herum, wird es auf den der Stadt gehörenden Stellplätzen keine andere Alternative mehr geben.

Mit der Neuregelung sollen ortsfremde Dauerparker aus dem Stadtzentrum verdrängt und mehr Stellflächen für Anwohner und Kurzparker geschaffen werden. In der größer gefassten Zone II ist zumindest eine Tageshöchstgebühr von 2 Euro vorgesehen. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, müsste die Stadt jedoch vorher investieren. So stände beispielsweise die Anschaffung von etwa 250 neuen Parkscheinautomaten an, von denen einer allein 4.000 Euro kostet.

Für Anwohner wird der Parkausweis weiterhin 30 Euro im Jahr kosten – dies ist gesetzlich festgeschrieben. Der Chemnitzer Stadtrat muss dem neuen Parkraumkonzept noch zustimmen.