Operation an der Wirbelsäule – Kann Anna wieder starten?

Dresden – Nach einer Operation am Brustwirbel muss die 18-jährige Dresdner Shorttrack-Hoffnung eine Trainingspause einlegen.

Mitte Juni stürzte die junge Dresdnerin unglücklich im Training und musste infolge dessen ins Krankenhaus. Sie hatte sich den 12. Brustwirbel gebrochen, wurde allerdings bereits nach vier Tagen aus dem Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt entlassen.

Doch offenbar hatte sich die Dresdner Shorttrackerin schwerer verletzt als zunächst angenommen: Seit anderthalb Wochen liegt sie wieder im Krankenhaus und musste am Montag sogar operiert werden. Zu dem Bruch des 12. Brustwirbels diagnostizierten Ärzte bei der 18-Jährigen auch noch Risse der Bänder im Wirbelbereich.  In der Uniklinik in Dresden setzten Ärzte der Olympiateilnehmerin von Sochi 2014 vier Schrauben und Stäbe zur Stabilisierung des Brustwirbels ein. Die Operation verlief soweit gut.

Zum Weltcupstart im Oktober in Calgary will Anna wieder fit sein. 

Die Bronzemedaillengewinnerin der Youth Olympic Games 2016 über 1000 Meter, die als erste deutsche Shorttrackerin im vergangenen Winter bei einem Weltcup aufs Podium lief, muss nun eine vierwöchige Trainingspause einlegen. Wenn von ärztlicher Seite das OK kommt, dann kann die Dresdnerin Anfang August wieder mit dem Radtraining beginnen, Ende August dann wieder auf das Eis zurückkehren.

„Ich brauche jetzt einfach Geduld und will nichts überstürzen. Die Gesundheit steht selbstverständlich an erster Stelle. Meine Ärzte geben jetzt das Tempo vor. Mein Plan ist es, beim ersten Weltcup Ende Oktober in Calgary wieder am Start zu sein. Mittelfristig sind aber die Olympischen Spiele in Pyeongchang mein Ziel“, so Anna Seidel.