Pächter kämpfen für Garagengemeinschaften

Dresden – Garagenpächter in Dresden kämpfen um den Erhalt ihrer Anlagen. Nach dem Willen der Stadt sollen sie zukünftig zunehmend Wohnbebauung weichen. 100 städtische Grundstücke in Dresden sind mit Garagen bebaut. Auch die Pächter auf der Anton-Weck-Straße in Dresden-Löbtau bangen um ihre Garagen.

Im Februar erfuhren sie aus der Zeitung vom geplanten Verkauf des Grundstücks an eine Bauherrengemeinschaft, erzählt Ronald Birndt. So wie ihm und seinen 15 Mitstreitern geht es derzeit vielen in Dresden. Dietmar Leuthold aus Gorbitz versucht die Garagenpächter in einer Bürgerinitiative zu vernetzten. Denn kampflos aufgeben wollen sie nicht.
Anfang November setzte die AfD das Thema auf die Sitzung des Stadtrats. Die Fraktion wollte Garagenpächtern ein Vorkaufsrecht einräumen. Das Vorhaben fiel aber bei den anderen Fraktionen durch. Trotzdem sind Leuthold und Birndt weiter im Gespräch mit mehreren Parteien des Stadtrats. Ronald Birndt hat Ideen entwickelt, wie sich der Garagenhof für den Stadtteil öffnen könnte. Sie reichen von Oldtimerfahrten für Kinder bis zum Aufstellen einer Hundetoilette. Doch ob es dazu kommt, ist mehr als unsicher. Die meist älteren Mieter hängen dabei sehr an den Garagen.
Die Pächter auf der Anton-Weck-Straße würden das Grundstück gerne kaufen und weiter als Garagenhof nutzen. Dafür wollen sie am Donnerstag ab 15 Uhr wieder vorm Stadtrat demonstrieren.