Polizeiaufgebot vor Laubegaster Asylheim

Dresden – Die geplante Asylunterkunft im ehemaligen Hotel Prinz Eugen in Dresden-Laubegast sorgt seit Monaten für kontroverse Diskussionen im Stadtteil. Ab Juni sollen dort schrittweise bis zu 90 Flüchtlinge untergebracht werden. Für heute haben Unterstützer von Gepida eine Demonstration vor dem Haus angekündigt.

Großes Polizeiaufgebot am Kronstädter Platz in Dresden-Laubegast. Etwa 30 Unterstützer aus dem linken Spektrum hatten sich am Mittwochnachmittag versammelt um die ersten Asylbewerber zu begrüßen, die am Abend die Unterkunft im ehemaligen Hotel „Prinz Eugen“ beziehen sollen.

Nach den Ausschreitungen beim Bezug der Flüchtlingsunterkünfte in Heidenau, Clausnitz und Freital wollte die Polizei für zusätzliche Sicherheit sorgen und postierte sich mit einem Großaufgebot vor dem ehemaligen Hotel und dem nahegelegenen Kronstädter Platz.

Schon seit Monaten hatte die Bürgerinitiative „Mein Laubegast“ lautstark gegen die Nutzung des Hotels als Asylbewerberheim protestiert und dem Stadtrat eine Petition vorgelegt.

Ursprünglich sollte das Asylbewerberheim schon im Dezember vergangenen Jahres in Betrieb gehen. Doch aufgrund von Nachbesserungen im Brandschutz wurde die Eröffnung verschoben.

Update 18:30  Uhr

Die ersten Asylbewerber wurden mit Kleinbussen über den Hintereingang ins Prinz Eugen gebracht. Der Einzug verlief friedlich. Vor Ort nahm die Polizei die Identität von acht Personen auf, die wohl dem linken Spektrum zuzuordnen waren.

Die Beamten bezeichneten die Situation vor dem Flüchtlingsheim als entspannt. Nur wenige Demonstanten aus dem linken und dem rechten Spektrum waren vor Ort.