Polizeieinsatz anlässlich Bilderberg-Konferenz

Zeit: 08.06.2016 bis 12.06.2016

Für die Dresdner Polizei endete am Sonntag mit der Abreise der Teilnehmer der Einsatz anlässlich der Bilderberg-Konferenz.

Doch auch der Sonntag war nicht frei von polizeilichem Eingreifen:

Gegen 11.15 Uhr wurde bei einer Versammlung am Postplatz ein 34-Jähriger festgestellt, der ein Messer bei sich hatte. Im Zuge der darauf folgenden polizeilichen Maßnahmen leistete der Mann Widerstand. Bei seiner Durchsuchung stellten Beamte ein weiteres Messer fest. Er muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Bereits in der Nacht hatten Einsatzkräfte gegen 02.00 Uhr am Altmarkt einen Radfahrer (32) gestoppt. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von 1,76 Promille. Einen weiteren alkoholisierten Radfahrer (26) hielten Beamte auf der Sophienstraße gegen 02.50 Uhr an. Sein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,66 Promille. Eine Blutentnahme sowie eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr waren für beide die Folge.

Polizeidirektor Renè Demmler (44), Polizeiführer des Einsatzes, zog am Nachmittag ein positives Fazit: „Nach fünf Tagen ist heute Nachmittag unser Bilderberg-Einsatz zu Ende gegangen. Bei all den Mythen um das Treffen ließ sich im Vorfeld schwer abschätzen, was uns wirklich erwarten würde. Nun können wir bilanzieren, dass der Protest friedlich verlief und hinter unseren Erwartungen sowie den Prognosen der Veranstalter zurück geblieben ist. Ich habe selten einen so entspannten und ruhigen Einsatz bei einem Ereignis dieser Bedeutung erlebt.“

Über den gesamten Einsatzzeitraum sicherte die Dresdner Polizei insgesamt 21 Versammlungen, darunter fünf Aufzüge, ab.

Renè Demmler: „Die Protestformen waren sehr vielfältig. Einzelpersonen, Parteien oder Bürgerinitiativen hatten im Vorfeld und im Einsatzverlauf Versammlungen angezeigt. Wir haben allen die Grundrechtsausübung ermöglicht.“

Durchschnittlich waren reichlich 400 Einsatzkräfte täglich rund um das Tagungshotel präsent, davon eine Hundertschaft rund um die Uhr. Abhängig vom Umfang des jeweiligen Versammlungsgeschehen sicherten weitere Einsatzkräfte die zahlreichen Kundgebungen und Aufzüge ab. Die sächsischen Kollegen erhielten dabei Unterstützung aus Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Neben den Versammlungen sicherten Einsatzkräfte auch zwei größere Laufveranstaltungen in der Dresdner Innenstadt ab. Diese konnten mit großer Resonanz und ohne Einschränkungen durchgeführt werden.

Am Sonntag fanden noch drei Versammlungen im Umfeld der Konferenz statt. Diese verliefen störungsfrei. Die Teilnehmerzahlen der Kundgebungen lagen in zwei Fällen im einstelligen Bereich. Bei der dritten Kundgebung waren bis zu 100 Personen vor Ort.

Quelle: Polizei Dresden