Probleme mit den Citylink-Bahnen

Chemnitz – Jahrelang wurde an der Fertigstellung der ersten Stufe des Chemnitzer Modells gearbeitet. Das Ziel – mit der Bahn aus dem Umland ohne Umsteigen direkt in die Chemnitzer Innenstadt fahren.

Dafür hat der Verkehrsverbund Mittelsachsen spezielle Züge angeschafft, die sowohl auf den Eisenbahngleisen im Dieselbetrieb, als auch auf den Straßenbahngleisen mit Stromversorgung aus der Oberleitung fahren können.

Doch zunächst verzögerte sich der für Ende 2015 vorgesehene Einsatz der Citylink-Bahnen, da monatelang keine Genehmigung durch die Behörden vorlag.

Als im Oktober endlich die Bahnen im Linienbetrieb der Citybahn fahren konnten, tauchten bald die ersten Probleme auf. So blieb am Dienstag dieser Woche eine Citylink-Bahn mit Antriebsschaden in der Chemnitzer Innenstadt liegen.

Laut der Citybahn sind derzeit nur auf der Linie 13 zwischen Burgstädt und Chemnitz und auf der Linie 14 zwischen Mittweida und Chemnitz die Hybridbahnen unterwegs. Bei der Linie 15 zwischen Hainichen und Chemnitz kommen nur die alten Regio-Shuttle-Züge bis zum Hauptbahnhof zum Einsatz. Der Fahrplan bleibt allerdings unverändert.

Die Citybahn begründet den Ausfall mit Engpässen bei der Fahrzeugverfügbarkeit. Am kommenden Dienstag soll auch auf der Linie 15 wieder der Citylink normal verkehren.

Bei der CVAG werden die defekten Bahnen derzeit gewartet. Wie eine Sprecherin des Verkehrsverbundes Mittelsachsen gegenüber Chemnitz Fernsehen bestätigte, gibt es zumindest bei einem der Citylinks Probleme mit den für den Antrieb notwendigen Powerpacks.

Bei einem anderen Fahrzeug ist durch einen Steinschlag eine Scheibe beschädigt worden, die ausgetauscht werden müsse. Man sei bezüglich der Bahnen generell im ständigen Kontakt zum Hersteller, hieß es vom VMS.

Insgesamt hat der Verkehrsverbund in den Kauf der acht Züge dieses Typs rund 42 Millionen Euro investiert.