Ramadan – Muslime beginnen Fastenmonat

Leipzig – Auch für die Muslime in Sachsen begann am Montag die Fastenzeit.

Während am Montagabend Anhänger von Legida vor dem Naturkundemuseum ihre Demonstration abhielten, veranstaltete der Erich-Zeigner-Haus e.V. ein öffentliches Fastenbrechen für Muslime sowie Nicht-Muslime auf dem Richard-Wagner-Platz. Am 06. Juni hatte der islamische Fastenmonat „Ramadan“ begonnen, in dem eine Vielzahl der Muslime auf der ganzen Welt von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken verzichten. Das Event solle eine Geste des Entgegenkommens und ein Zeichen für Toleranz sein.

Zwischenzeitlich gab es Sorgen unter den Organisatoren, dass es zu Zusammenstößen mit vermeintlich in der Stadt befindlichen Gewaltbereiten geben könnte. Dazu kam es aber glücklicherweise nicht. Aktivisten, die sich gegen Legida und die ihnen politisch nahestehenden Parteien engagierten, hätten öfter mit Anfeindungen zu kämpfen. Die Muslime und Ausländer selbst zeigten sich unbeeindruckt von den, gegen sie gerichteten Demonstrationen auf der anderen Straßenseite. Vorallem die Präsenz der Polizei vermittle ein Gefühl von Sicherheit.

Pünktlich um etwa 22:30 Uhr wurde dann das traditionelle Fastenbrechen zelebriert. Eingeleitet von dem muslimischen Gebetsruf, der über ein Megaphon über den ganzen Richard-Wagner-Platz zu hören war.

Im Anschluss daran wurde gemeinsam mit allen Anwesenden gegessen und getrunken. Teilweise mussten Einige auf dem Fußboden Platz nehmen, da der Andrang die erwarteten Kapazitäten überschritt. Die Mitglieder der Leipziger Moscheegemeinden zeigten sich erfreut über die Veranstaltung und betonten, dass sie sich nicht als gesonderten Teil der Gesellschaft, sondern als Teil der Leipziger Stadtbevölkerung sehen.

Zum Ende der Veranstaltung wurde von einer kleinen Gruppe zum Abschluss das rituelle Nachtgebet abgehalten. Die Veranstaltung verlief ohne einen Zwischenfall und Auseinandersetzungen.