Rassismus die Rote Karte zeigen

Chemnitz – Rassismus im Alltag, mit der Flüchtlingskrise ist dieses Thema besonders in Sachsen wieder stark hochgekocht. Der Verein „Show Racism the Red Card – Deutschland“ hat sich in Zusammenarbeit mit Priofifußballvereinen zur Aufgabe gemacht, genau dies zu ändern. Gemeinsam mit dem Chemnitzer FC lernen Schüler Respekt und Toleranz, auf- und abseits des Fußballfeldes.

Daven ist 14 Jahre alt, Schüler an der Oberschule Altendorf und Fußball-Fan. Fast zu jedem Heimspiel ist er in der Community4you ARENA – feiert und leidet mit den Himmelblauen auf der Südtribüne.

Leider muss er dort auch unschöne Dinge erleben: In der Chemnitzer Community4You ARENA traf der junge Fußball-Fan nun auf eines seiner Idole. Emmanuel Mbende, der Abwehrspieler des Chemnitzer FC kam vor etwa 10 Jahren aus Kamerun nach Deutschland. Emmanuel wurde bisher zum Glück kein Opfer von rassistischen Angriffen, dennoch beschäftigt ihn dieses Thema.

Seit 2009 hat sich der „Show Racism the Red Card – Deutschland e.V.“  zur Aufgabe gemacht, dass Heranwachsende Diskriminierung aller Art erkennen und aktiv bekämpfen.

Zusammen mit Profifußball-Clubs gestaltet der Verein interaktive Workshops, so zum Beispiel mit einer Fußball-Pressekonferenz. Inhalte der Anti-Diskriminierungsarbeit werden so anschaulich vermittelt.

Beim Chemnitzer FC ist das Thema Rasissmus seit 2012 zumindest aus dem Stadion verbannt. Nichtsdestotrotz ist Aufklärung für Vereinsführung und Spieler eine stetige Herausforderung.

Daven und seine Mitschüler interagieren tagtäglich mit Schülern, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Die Oberschule Altendorf ist hier Vorreiter und zeigt als Partnerschule der Himmelblauen bereits seit 2015 Rassismus die rote Karte. Und das heißt: Respekt und Toleranz auf- und abseits des Fußballplatzes.