Reinigungskräfte fordern gleichen Lohn in Ost und West

Dresden – Trotz regnerischen Wetters versammelten sich am Mittwoch Reinigungskräfte zum sogenannten „Tag der Gebäudereinigung“ am Hauptbahnhof in Dresden. Demonstrativ fegten sie Teile der Dresdner Innenstadt, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, mit denen sie sich im Berufsalltag konfrontiert sehen.

Trotz regnerischen Wetters versammelten sich rund 150 Reinigungskräfte zum sogenannten „Tag der Gebäudereinigung“ am Hauptbahnhof in Dresden. Demonstrativ zogen sie durch die Dresdner Innenstadt, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, mit denen sie sich im Berufsalltag konfrontiert sehen.

Einen Schwerpunkt bildete in diesem Jahr das Thema der Angleichung der Löhne zwischen Ost und West. Denn ursprünglich sollten bis 2019 auch in der Reinigungsbranche die gleichen Löhne gelten. Doch daraus soll nach dem Willen der Arbeitgeber vorerst nichts werden. Eine entsprechende Vereinbarung zur schrittweisen Lohnangleichung wurde vor kurzem aufgekündigt.

Nicht zuletzt haben die deutlich gestiegenen Anforderungen und das Image der Branche auch Auswirkungen auf den Nachwuchs. In Kombination mit dem niedrigen Lohn, ist dies gerade in Ostdeutschland ein zunehmendes Problem.

Anlass für die Protestaktion ist der „Tag der Gebäudereinigung“ der jährlich am 15. Juni stattfindet und an einen Streik zahlreicher Putzkräfte in einem Geschäftsviertel von Los Angeles im Jahr 1990 erinnert. Eine konkrete Arbeitsniederlegung ist die Aktion in diesem Jahr aber nicht. Dennoch sind weitere Maßnahmen geplant.