Sachsen Fernsehen räumt ab beim Rundfunkpreis Mitteldeutschland

Leipzig – Wenn die Landesmedienanstalten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen den Rundfunkpreis Mitteldeutschland vergeben putzen sich die Redakteure, Veranstalter und alle anderen Mitwirkenden der Sender heraus, um für ihre Leistungen geehrt zu werden. So auch am Freitagabend, als der Preis im festlichen Ambiente der Kongresshalle am Zoo Leipzig vergeben wurde. Jeweils ein erster Platze sowie eine Anerkennungen haben Chemnitz Fernsehen und Dresden Fernsehen von den Medienanstalten erhalten.

In der Kategorie „Länderpreis Sachsen“ wurde Dresden Fernsehen Moderatorin Franziska Wöllner für den Beitrag „Flüchtlingsprojekt in Dresden-Gorbitz“ ausgezeichnet. Die „Beste Nachricht im Fernsehen“ kommt 2016 aus Chemnitz. „Kurz, informativ und bildlich perfekt komponiert“ heißt es in der Jurybewertung über die Nachricht „Open Galery“ von René Thierfelder und Yves Johannsohn.
Lobende Anerkennung erhielt außerdem „CHECK OUT – Der Vereinsritter“ mit dem Chemnitzer Simon Ritter als Bester Beitrag. Auch die Dresdner Kurznachricht „Was machen die da an den Prachtstücken von Augusts Pferd?“ von Jonathan Wosch gehört zu den besten Nachrichten im mitteldeutschen Fernsehen.
Der Hauptpreis – dotiert mit 2.500 Euro – in der Kategorie „Bester Beitrag/Bestes Porträt“ geht an Lisa Reber und Christian Kadlubietz von TV Halle für ihre Einreichung mit dem Titel „Halles jüngste Pfarrerin“. Ein sympathisches Portrait über die junge Pfarrerin Ulrike Treu, die in Halle-Silberhöhe arbeitet. Die Protagonistin berichtet auf authentische Weise von ihrem beruflichen Alltag und ihren Beweggründen, ausgerechnet in der Silberhöhe – ein ehemals als sozialistische Großwohnsiedlung errichteter Stadtteil der Saalestadt – aktiv zu sein. „Handwerklich ist der Beitrag einwandfrei umgesetzt und zeigt in rund sechs Minuten Länge, wie erfüllend insbesondere für junge Menschen eine selbst gewählte Herausforderung sein kann“, begründet die Jury ihre Entscheidung.
Die Gewinnerin in der Kategorie „Beste Werbung“ – dotiert mit 2.000 Euro – ist Anne Sellner von Pirna TV für ihren Werbespot „Come to Malerweg Country „. Die Jury urteilt: „Bildnerisch wohlkomponiert, begleitet von coolem Sound und einem breiten Sächsisch ist diese Werbung für die Sächsische Schweiz mit ihrer wunderbaren Landschaft überzeugend aufgebaut. Indem sich dieser Spot gewissermaßen selbst auf die Schippe nimmt, gleichzeitig knapp und direkt ist, wirbt er auf gelungene Weise und mit einem Augenzwinkern für die Region.“
Preisträger des Sonderpreises zum Thema „Flucht und Integration“ sind Lisa Reber, Christian Kadlubietz und Alexander Kühne von TV Halle. Der authentische Beitrag stellt Senior Wolfgang Fischer vor, der sich in Stadtteil Halle-Silberhöhe nachbarschaftlich als Flüchtlingspate engagiert. Die Kamera begleitet ihn in Alltagsmomenten gemeinsam mit einer afghanischen Flüchtlingsfamilie, die er intensiv unterstützt und dabei mit seiner bodenständigen Art, seinem Mut und seiner selbstverständlichen Hilfsbereitschaft beeindruckt. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.
145 Beiträge wurden eingereicht – die Sieben besten Lokal-TV-Beiträge wurden neben sechs weiteren lobenden Anerkennungen ausgezeichnet. Die Jury setzt sich traditionsgemäß aus Medienexperten und Vertretern aller drei Länder zusammen. Laudatoren des Abends waren u.a. Staatsminister Dr. Fritz Jaeckel (Chef der Sächsischen Staatskanzlei), Staatsministerin Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration), Wolfgang Brinkschulte (Vorstandssprecher des Mitteldeutschen Presseclub zu Leipzig e.V.) und Dr. Ute Zacharias (Sprecherin des Verbandes der Wirtschaft Thüringens e.V.). Die Jury setzte sich traditionsgemäß aus Medienexperten und Vertretern aller drei Länder zusammen. Mit Witz und Charme führte Moderator Peter Stawowy durch den Abend. Der Dresdner Medienblogger gilt als großer Kritiker von Lokalmedien – da blieben Seitenhiebe nicht aus. Künstlerisch und musikalisch wurde der Abend von der Gruppe „Kopffarben“ mit ihren video-animierten Live Performances und von der Leipziger Band „Cover, Girl!“ untermalt.
Nicht hinter der Kamera sondern im Zentrum des Geschehens – das sind die privaten Lokalfernsehsender normalerweise nicht gewohnt. Den Rundfunkpreis Mitteldeutschland 2016 haben die Landesmedienanstalten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in der Kongresshalle des Leipziger Zoos am Freitag zum zwölften Mal vergeben.