Sarrasani meldet Insolvenz an

Dresden – Ein schwarzer Tag für André Sarrasani. Der Entertainer und Magier hat am Freitag beim Amtsgericht Dresden Insolvenzantrag gestellt.

Bereits seit einiger Zeit hat Sarrasani mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Gründe sind vielfältig.

Zuletzt floppte die Ausstellung Real Bodies, ein Aufguss der sehr erfolgreichen Körperwelten. „Von kalkulierten 15.000 Besuchern pro Monat konnten wir im Schnitt gerade einmal 23 Prozent realisieren“, so André Sarrasani in einer schriftlichen Mitteilung. Pro Monat gäbe es deshalb Verluste im fünfstelligen Bereich.

Außerdem hat das Unternehmen mit einer Steuerbelastungen von mehr als 380.000 Euro zu kämpfen. Es ging darum, dass aufgrund einer geänderten Rechtsauffassung der Finanzbehörden rückwirkend bis in das Jahr 2009 für den künstlerischen Teil der Dinner-Shows der volle Umsatzsteuersatz von 19 Prozent, und nicht mehr der ermäßigten Steuersatz von nur 7 Prozent, fällig wurde. Sarrasani klagte dagegen bis zum Bundesverfassungsgericht, das dann aber im Mai 2016 die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung annahm.

Bereits mit dem Umzug vom Straßburger auf den Wiener Platz in Dresden wurde mehr Platzmiete fällig. Die Kosten erhöhten sich um das vierfache.

Auch in Chemnitz hat Sarrasani vergeblich versucht Fuß zu fassen. So gastierte die Sarrasani-Dinner-Show „Elements I: Air et Terre“ im Februar diesen Jahres in der Stadthalle Chemnitz.

Trotzdem will Sarrasani nicht aufgeben. Um den Betrieb fortzuführen, gründete er am 27. Juni die „Sarrasani Event GmbH“. Damit sollen auch die Dinnershows fortgeführt werden.

„Ich werde all‘ meine Kraft darauf verwenden, Sarrasani in eine sichere und erfolgreiche Zukunft zu führen – und ich bin dankbar, wenn uns unsere Gäste, Fans und Begleiter dabei unterstützen“, so André Sarrasani abschließend.