SEK-Einsatz: Verdacht auf Sprengstoffanschlag

Chemnitz – Das SEK und Beamte des Landeskriminalamtes führen am Samstag einen Großeinsatz wegen dem Verdacht auf Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags durch. Ein Mann soll größere Mengen Sprengstoff gelagert haben.

© Härtelpress

Ein SEK-Einsatz sorgt seit Samstagmorgen im Fritz-Heckert-Gebiet in Chemnitz mitten in einem Wohngebiet für Aufregung.

Update 19.15 Uhr:

Der Sprengstoff ist kontrolliert zur Explosion gebracht worden.

Update: 17.59 Uhr:

Wie der Pressesprecher des LKA Sachsen Tom Bernhardt vor Ort mitteilte, sind mittlerweile über 80 Wohnungen, dies entspricht weit über 100 Personen, im betreffenden Straßenabschnitt im Fritz-Heckert-Gebiet evakuiert worden. Es wurde mehrere hundert Gramm an hochbrisantem Sprengstoff gefunden, die nun in ausgehobenen Erdlöchern kontrolliert gesprengt werden soll. Die Bautechnik dafür wurde bereits angefordert.

Der Hauptbahnhof Chemnitz ist weiterhin gesperrt, nur noch Gleis 11-14 befahrbar.

Update 17.30 Uhr:

Öffentlichkeitsfahndung des Landeskriminalamtes Sachsen

Das LKA Sachsen bittet um Mithilfe bei der Suche nach  einer Person, welche im Verdacht der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags steht. Es handelt es sich bei der Person um:

Jaber Albakr, geb. 10.01.1994 in Saasaa/Damaskus-Land/Syrien

 

Aktuell  ist  Albakr, wie  auf  dem  beigefügtem  Bild, mit  einem  schwarzen Kapuzensweatshirt mit auffälligem Druck bekleidet.

Hinweise zur Person bitte telefonisch an das Landeskriminalamt Sachsen unter 0351/8554114 oder an jede andere Polizeidienststelle oder per E-Mail an lka@polizei.sachsen.de

Update 16.38 Uhr:

Der Hauptbahnhof Chemnitz wurde im Zusammenhang mit dem Einsatz gesperrt. Laut Polizei wurden zwei Personen festgenommen und deren Gepäck überprüft.

In der betroffenen Chemnitzer Wohnung wurde hochbrisanter Sprengstoff gefunden. Nun werden zur Sicherheit weitere Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet.

Hintergrund:

Laut den Twitter-Meldungen der Polizei Sachsen sind Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen und des Spezial-Einsatzkommandos seit dem Samstagmorgen im Einsatz.

Das Wohngebiet um die Usti na Laben Straße wurde weiträumig abgesperrt.

Zur Bergung der Explosivstoffe wurden Wohnungen im Umkreis evakuiert. Die Bewohner wurden vorübergehend in bereit gestellten Bussen untergebracht.