Showdown an der Waldschlößchenbrücke

Dresden – Die Zukunft der Waldschlößchenbrücke entscheidet sich am Mittwoch vielleicht endgültig: In einer mündlichen Verhandlung setzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Rechtsstreit zwischen der Grünen Liga als Kläger und dem Freistaat Sachsen fort.

Imposant überspannt die Waldschlößchenbrücke Elbwiesen und Elbe zwischen der Johannstadt und der Radeberger Vorstadt. Über kaum ein Dresdner Bauprojekt wurde so intensiv und nachhaltig diskutiert wie über diese Elbquerung. Ob das Bundesverwaltungsgericht am Mittwoch ein Urteil in dem langjährigen Streit fällt, wird sich erst am Verhandlungstag entscheiden.

Dass dem Bauwerk eventuell der Abriss droht, mag überspitzt formuliert sein. Als damaliger Bauträger verfolgt die Stadt Dresden den Prozess aber sehr aufmerksam. Je nach Urteilsspruch wären die Konsequenzen für Stadt und Freistaat nur schwer absehbar aber weitreichend.

Einen Abriss der Waldschlößchenbrücke bewertet die Landesdirektion Sachsen, die in ihrer früheren Rechtsform den Planfeststellungsbeschluss zu verantworten hat, allerdings eher als große Inszenierung der Grünen Liga. Hohe Strafzahlungen werden als realistischere Konsequenz eingeschätzt.

In der Sache Waldschlößchen Brücke geht es jetzt für beide Parteien um alles oder nichts: Das Bundesverwaltungsgericht ist die höchste zu bemühende Instanz.