Die Handwerksmesse informiert, wie sich Bürger vor Einbrüchen schützen können

Leipzig – Auf der Handwerksmesse können Besucher sich u.a. zum Thema Sicherheitstechnik und Präventionsmaßnahmen informieren. Die Experten aus dem dazugehörigen handwerklichen Bereich sowie Beamte der Polizei beraten vor Ort, wie man sich beispielsweise vor Einbrüchen schützen kann. 

 

Ein facettenreicher Beruf

Wenn sich einer mit Sicherheitstechnik auskennt, dann ist es der Obermeister der Metall-Innung zu Leipzig Hartmut Schleicher. Er erklärt, dass die Sicherheitstechnik aus der Metallbranche stammt und es diesen Beruf so eigentlich gar nicht gibt. Er hat sich entwickelt aus vielen verschiedenen Bereichen und umfasst dabei zum Beispiel die Montage der Sicherheitstechnik, aber auch Zutrittskontrollen, Videovernetzung, Zeiterfassungssysteme und mechatronische Haustürschließsysteme.

 

Altes mit Neuem verbinden

Grundvoraussetzung, um in diesem Bereich tätig zu werden, sind ein gutes Auge, handwerkliche Fähigkeiten, aber auch ein Feeling für besondere Themen, wie zum Beispiel den Denkmalschutz. Denn in der Sicherheitstechnik geht es darum, das Alte der Vorfahren zu erhalten und mit dem Neuen zu verbinden. Das schließt im Beruf auch ein, dass auf die Sicherheitsbedürfnisse von Kunden eingegangen wird und die Technik an diese angepasst wird.

 

Mit Sicherheitstechnik die Stadt gestalten

Sicherheitstechnik kommt vielfältig zum Einsatz. Besonders stolz ist Hartmut Schleicher dabei auf die Sicherheitsausstattung des Leipziger Zoos, den er mit seiner Firma betreut. Von Schranken, Toren und der mechatronischen Absicherung über die Absicherung der Gehege bis hin zu Kongresshalle und Parkhaus sind Zoo und Sicherheitstechnik miteinander gewachsen. Dabei findet Schleicher es besonders schön, ein Teil der Leipziger Geschichte zu sein und die Objekte der Stadt mit aufzubauen. Seine Arbeit umfasst neben dem Zoo auch historische Gebäude, wie die russische Gedächtniskirche, aber auch moderne Unternehmen wie die Sparkasse Leipzig.

Kein Beruf sei so innovativ, sagt Schleicher. Man sei jeden Tag woanders und arbeite nie stupide. Jeden Tag treffe man neue Menschen und meistere Situationen. Das mache ihm Spaß – es sei auch der Grund, warum er bereits 40 Jahre in diesem Beruf arbeite.

 

Polizeidirektion Leipzig will Schäden vorbeugen

Auch Matthias Bradtke von der polizeilichen Beratungsstelle der Polizeidirektion Leipzig setzt sich mit dem Thema Sicherheit auseinander. Den Mitarbeitern des Fachbereiches Prävention geht es vor allem darum, wie der Name schon sagt, Schäden vorzubeugen und dem Bürger in dieser Absicht mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auch deshalb hat die Polizeidirektion Leipzig auf der Mitteldeutschen Handwerksmesse einen Stand, an dem sich Besucher zu allen Themen rund um die Sicherheit beraten lassen können.

Wenn Mieter einer Wohnung sich absichern wollen, sollten sie zumindest ein vernünftiges Einsteckschloss anbringen, so Bradtke. Auch gute Schließbleche, Riegel und Türketten kann er empfehlen. Besitzer von Einfamilienhäusern sollten sich vor allem im Bereich der Fenster mit besonderen Schlössern absichern und auch auf elektronische Sicherungsmöglichkeiten wie Alarmanlagen setzen.

 

Polizeibeamte beraten kostenlos vor Ort

Eine Initiative der Polizei mit dem Namen „Keinbruch“ berät und schult Bürger in genau dieser Thematik. Dazu kann man im Internet Informationen abrufen oder sich von den Kollegen der Polizei kostenlos beraten lassen. Beratungsstellen gibt es sachsenweit. Vereinbart man einen Termin, beraten Beamte vor Ort am Objekt zu Möglichkeiten der Sicherung.