So könnte die Hafencity mal aussehen

Dresden – Vom 10. bis 20. Oktober sind die Ergebnisse des Werkstattverfahrens „Hafencity“ im Atrium des World Trade Centers, zu sehen. Um die bestmögliche Bebauung mit Zustimmung der Dresdner sowie der Politik zu erreichen, initiierte die USD Immobilien GmbH das Verfahren. Von Anfang an war das Stadtplanungsamt mit einbezogen und beteiligte sich an dem Vorhaben.

Das an die Innenstadt angrenzende Gebiet des Neustädter Hafens ist ein wertvolles Areal für attraktives Wohnen am Wasser. 2010 entstand der Masterplan Leipziger Vorstadt/Neustädter Hafen, der eine mögliche Entwicklung dieses Gebietes skizziert. Für die Bebauung der Flächen am Neustädter Hafen engagiert sich seit 2010 die USD Immobilien GmbH. Die Planungen stoßen auf große Anteilnahme in der Bevölkerung, sind aber auch in der Verwaltung und Politik ein hochrangiges Stadtentwicklungsthema.
Ursprünglich waren 14 Architekturbüros involviert beziehungsweise eingeladen. In der ersten Stufe reichten zwölf Büros ihre Entwürfe ein, fünf kamen in die engere Auswahl. Ein Gutachter- und Beratergremium, bestehend aus Vertretern des Stadtplanungsamtes, beteiligte Grundstückseigentümer, Stadträte sowie unabhängige Architekten diskutierte die Entwürfe. Den Vorsitz führte Professorin Barbara Engel, Architektin beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Den ersten Platz des Werkstattverfahrens vergab das Gremium an das Dresdner Architekturbüro Rohdecan Architekten GmbH (Städte­ und Hochbau) zusammen mit den Freianlagenplanern von QuerfeldEins, ebenfalls aus Dresden. Diese Arbeit wurde von der Jury zur weiteren Bearbeitung empfohlen.
„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und stolz, dass ein so passender Entwurf entwickelt wurde und das ganze Gremium für sich gewinnen konnte“, erklärt Ulf Mehner, Sprecher der USD Immobilien GmbH. Alle Beteiligten aus Politik, Verwaltung und Architektur überzeugte sowohl die städtebauliche Anordnung der verschiedenen Baukörper, die Grundidee von drei Quartieren in der „Hafencity“ mit einer ruhigen und geordneten Struktur sowie der Nachhaltigkeitsgedanke mit dem achtsamen Umgang der vorhandenen Grünflächen. Der Entwurf sieht eine großzügige Hafenpromenade, Gründächer sowie Raum für großkronige Bäume vor. Dabei achteten die Architekten auf eine größtmögliche Entsiegelung der Flächen und die potenzielle Nutzung von Photovoltaik. Die Wiederverwendung von vor Ort vorgefundenem Material wird angestrebt, um die vorhandene örtliche Identität aufzunehmen und zu stärken. Beim Hochbau setzt der Entwurf ebenfalls auf Nachhaltigkeit durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen.

Quelle: Sächsische Landeshauptstadt Dresden