So kriminell sind Leipzigs Jugendliche wirklich

Leipzig – Bei der 35. Sicherheitskonferenz des Kommunalen Präventionsrates Leipzig erklärte Polizeipräsident Bernd Merbitz, dass die Jugendkriminalität in Leipzig zwar in den letzten drei Jahren gesunken ist, aber immer noch auf einem hochem Stand ist.

Am Mittwoch wurde im Zentrum für Aus- und Weiterbildung der IHK die 35. Sicherheitskonferenz des Kommunalen Präventionsrates Leipzig abgehalten. An der Konferenz nahmen Polizei und Staatsanwaltschaft teil, sowie Vertreter von verschiedenen Jugendhilfeinitiativen.

In den letzten 3 Jahren hat die Kriminalitätsrate abgenommen, als Erfolg ist dies allerdings nur bedingt zu sehen. Am stärksten Betroffen von Jugendkriminalität ist als Stadtteil Grünau. Delikte gegen das Betäubungsmittelgesetz ereignen sich vorrangig um den Hauptbahnhof.

Pokemon-Spieler vertreiben Kleinkriminelle

Die festgestellte Anzahl der Delikte am Schwanenteich ist in den letzten Wochen laut Polizei etwas zurückgegangen. Rund um den Schwanenteich versammelt sich kürzlich stets eine größere Menge an Pokemon-Go-Spielern. In wie weit das in einem Zusammenhang steht bleibt laut Merbitz aber Spekulation.

Die Teilnehmer der Konferenz einigten sich darauf, in Zukunft bei der Bekämpfung von Jugendkriminalität auf Integration zu setzen. Der Haftbefehl soll dabei das letzte Mittel sein. Vielmehr setzen Staatsanwaltschaft und Polizei auf Maßnahmen, die die jugendlichen Straftäter durch Sozialstunden von der Entwicklung einer kriminellen Karriere abbringen.

Mit dem „Haus des Jugendrechts“ geht Leipzig zudem neue Wege im Umgang mit jugendlichen Straftätern. Hier arbeiten die Jugendgerichtshilfe, Staatsanwaltschaft und die Polizei unter einem Dach zusammen, um die Verfahrenszeit zu verkürzen.