So lebt es sich für Migranten in Leipzig

Leipzig – Erkenntnisse über die Lebenswelten von Leipzigern mit Migrationshintergrund zu gewinnen, das war Ziel einer Befragung der Stadtverwaltung Leipzig, die am Dienstag im Neuen Rathaus vorgestellt wurde.

Gemeinsam mit dem Referat für Migration und Integration und dem Amt für Statistik und Wahlen wurden im vergangenen Frühjahr Migranten interviewt, die seit mindestens einem Jahr in Leipzig wohnen.

Das Ergebnis dieser Migrantenbefragung 2016 wurde präsentiert von Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning, den Leitern der beteiligten Stadtämtern und dem Vorsitzenden des Mirgrantenbeirates Leipzig.

Von 2.000 zufällig ausgewählten Menschen mit Migrationshintergrund erklärten sich 712 zur Befragung bereit. Damit sind die Ergebnisse zwar nicht repräsentativ, boten aber dennoch interessante Erkenntnisse.

Doch auch über Probleme und Verbesserungsbedarf der städtischen Verwaltung gab die Befragung Aufschluss. Als größte Probleme werden von Migranten Themen wahrgenommen wie Kriminalität und Sicherheit oder auch Integration und Flüchtlingszuwanderung. Benachteiligungen sehen sie am ehesten bei der Arbeitssuche.

Gut 73.000 Menschen mit Migrationshintergrund leben derzeit in Leipzig, die meisten stammen aus Russland, gefolgt von Polen, der Ukraine und Vietnam. Geflüchtete, die ab Mitte 2015 nach Leipzig kamen. wurden in der Befragung nicht berücksichtigt.