So sehen EM-SMILEYS aus

Dresden – Wer in Dresden am Sonntag draußen Fußball schauen wollte, der richtete den Blick wohl immer wieder prüfend nach oben. Am Abend öffnete der Himmel dann tatsächlich die Schleusen und der Dauerregen setzte ein. Die Dresdner ließen sich davon aber nicht abhalten und besuchten die verschiedenen Public Viewing Veranstaltungen, wenn auch sicher nicht so zahlreich wie bei schönem Wetter.

Auf dem Campus der TU Dresden, hinter dem Hörsaalzentrum, ist wieder ein Zirkuszelt aufgebaut. Die regensichere Variante war dann auch bis auf den letzten Platz besetzt. Ob es am Regen lag oder am frühen Zeitpunkt im Turnier- die Stimmungsmacher mit schwarz-rot-goldenen Devotionalien waren noch eindeutig in der Unterzahl. Die Nationalhymne wurde aber zumindest teilweise schon mal leidenschaftlich mitgesungen. Die Stimmung wurde auch nicht schlechter, als das Fernsehsignal zwischenzeitlich aussetzte—– Danach ging der Fußballabend ungestört weiter.

Im Fährgarten Johannstadt war das Fußballgeschehen in Lille gleich auf mehreren großen Monitoren zu verfolgen. Unter den Schirmen drängten sich die Besucher, die sich fantechnisch bestens ausgestattet hatten. Das Geschehen auf dem Platz ließ auch nichts zu wünschen übrig und so war es für alle ein angenehmer Fußballabend.

Viele Biergärten und Sportanlagen laden diesmal wieder zum Public Viewing während der EM ein. Eine Großveranstaltung wie in den vergangenen Jahren am Königsufer gibt es aus Mangel eines Sponsors nicht. Anders sieht es in den beiden anderen sächsischen Großstädten Chemnitz und Leipzig aus. In der Messestadt ist am Wilhelm-Leuschner-Platz Raum für bis zu 3000 Fußballfans. Am Sonntagabend fanden sich aber nur rund 300 zusammen. In Chemnitz findet die größte Public-Viewing-Veranstaltung mit bis zu 4000 Gästen auf dem Neumarkt statt. Auch hier kamen am Sonntag wegen des schlechten Wetters weit weniger.