Spezialist entschärft Bombe

Chemnitz – Der Fund einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg hat am Dienstag in Chemnitz für einige Aufregung gesorgt. Wir haben die Ereignisse noch einmal für Sie zusammengefasst.

Eine halbe Stunde vor Mitternacht gab es endlich Entwarnung vom Kampfmittelbeseitigungsdienst.

Die 250 Kilogramm schwere Splitterbombe war erfolgreich entschärft worden.

Rund 40 Minuten brauchte Sprengmeister Holger Klemig, um den Zünder der Bombe zu entfernen.

Warum die Bombe bei ihrem Aufschlag im 2. Weltkrieg nicht explodiert ist, konnte auch der Sprengmeister nicht mit Sicherheit beantworten.

Fest steht jedenfalls, dass der Sprengkörper noch funktionsfähig war.

Unter anderen Umständen hätte dieser beim Auffinden, durch den Baggerfahrer am Dienstagmorgen, explodieren können.

Vor der Entschärfung wurde der Kaßberg in einem Radius von 1.000 Metern um den Fundort evakuiert.

Rund 17.500 Chemnitzerinnen und Chemnitzer mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden in Notquartieren untergebracht.

So wurde die Turnhalle des Andrégymnasiums neben weiteren Sporthallen zur Anlaufstelle für die Betroffenen.

Einige von ihnen fühlten sich aber von den Behörden zu wenig über den weiteren Ablauf informiert.

Nach all der Aufregung konnten die Anwohner aber kurz vor Mitternacht, nach Aufhebung der Sperrungen wieder in ihre Wohnungen zurück.

Der Unterricht in der Pablo-Neruda-Grundschule fiel dennoch am Mittwoch aus, da viele Kinder aus dem direkten Einzugsgebiet kommen und somit von der Evakuierung betroffen waren.

Für eine Notfallbetreuung war aber gesorgt.