Streit um geplanten Supermarkt am Felsenkeller

Leipzig – Die geplante Bebauung des Felsenkeller-Areals in Plagwitz sorgt für Zündstoff. Auf der Hinterseite des denkmalgeschützten Baus soll ab April nächsten Jahres ein neuer Supermarkt entstehen.

Der neue Markt soll von zwei Seiten erreichbar sein: über die bereits vorhandene Einfahrt an der Zschocherschen Straße und über die Karl-Heine-Straße. Letztere muss jedoch komplett neu errichtet werden. Die Folge: Der hintere Teil des Biergartens muss weichen. Die SPD beantragte daher, die Zufahrt ausschließlich seitens der Zschocherschen Straße anzulegen.

Trotz Wegfall eines Biergarten-Abschnittes ist die Investition für den Projektleiter jedoch notwendig, um den umfassenden Sanierungsbedarf am Objekt zu bedienen. Gut eine Millionen Euro sollen allein die Instandsetzung der äußeren Hülle des denkmalgeschützten Gebäudes kosten. Die Stadt fördert diese mit 400.000 Euro.

In der morgigen Sitzung des Stadtrats soll über den Antrag der SPD abgestimmt werden. Die Grünen wollten gar das gesamte Bauvorhaben stoppen. Laut Medieninformationen droht sich der Investor zurückzuziehen, sollte einer der Anträge durchkommen. Dann stände die gesamte Sanierung des Felsenkellers auf der Kippe.

Auch wenn über das Wie gestritten wird – der Wunsch nach Fortbestehen eines sanierten Felsenkellers eint Politik und Betreiber.