Studenten-Wohnklotz bleibt Striesener Stadtbild erhalten

Dresden – Der Beton-Plattenbau an der Borsbergstraße in Dresden-Striesen bleibt dem Stadtteil erhalten. Zwar finden seit August Sanierungsmaßnahmen an dem verwohnten Block statt, eine Generalüberholung des Wohnheims ist laut Studentenwerk-Dresden aber nicht vorgesehen.

Die Arbeiten sind dringend notwendig. Unter Studenten ist das Heim verrufen und gilt als einer der schlechtesten Unterkünfte der Sächsischen Landeshauptstadt. Nicht nur über Hygiene in Bädern und Küchen, sondern auch über den insgesamt maroden Zustand mit bröckelnden Fenstern und gefährlicher Elektrik, beschweren sich Anwohner. Erfahrungen, die auch Syed Sazzad Ali aus Bangladesch teilt. Er studiert in Dresden Hydrowissenschaften, wechselte bereits das Zimmer im Haus und schildert diese typischen Probleme der Unterkunft.

Das Studentenwerk Dresden kennt diese Mängel. Trotzdem soll es keine Generalüberholung, sondern schrittweise Instandhaltungsmaßnahmen geben. Das heißt für die Bewohner: An dem Wohnblock finden jedes Jahr Ausbesserungsarbeiten für rund 300.000 Euro statt.

© Sachsen Fernsehen| Jonathan Wosch

1984 gebaut, ist an dem Plattenbau in den vergangenen Jahren wenig gemacht worden. Zwischenzeitlich sollte er sogar abgerissen werden. 2010 entschied das Studentenwerk, die Unterkunft angesichts steigender Studentenzahlen weiter zu betreiben und in den Kernbestand aufzunehmen. Rund 230 Wohnheimplätze befinden sich im Gebäude an der Borsbergstraße. Für Bett, Gemeinschaftsküche, Gruppendusche und WC zahlen Studenten hier bis zu 191 Euro Miete, deutlich weniger als in den bereits sanierten Unterkünften.

© Sachsen Fernsehen| Jonathan Wosch

Wohnraum für Studenten wird in der Universitätsstadt Dresden nicht gefördert. So muss das Studentenwerk-Dresden Sanierungen, Um- und Neubauten aus den eigenen Mieteinnahmen finanzieren.