Nach dem Terror – Anwohner kehren in ihre Wohnungen zurück

Chemnitz – Die 43 Bewohner des am Samstagmittag evakuierten Wohnhauses im Fritz-Heckert-Gebiet konnten am Dienstag in ihre Wohnungen zurückkehren.

Zuvor hatten die Ermittler des LKA die letzten Spuren gesichert. Handwerker hatten zudem bis tief in die Nacht alle sichtbaren Schäden in dem Haus behoben.

Das am Samstagmittag im Zuge des Antiterroreinsatzes evakuierte Wohnhaus in der Straße Usti nad Labem ist seit Dienstagvormittag wieder für die Mieter zugänglich. Zuvor waren alle sichtbaren Schäden, die durch den Antiterror-Einsatz in dem Haus entstanden waren, weitgehend behoben worden. Dafür hatten mehrere Tischler-, Schlosser- und Malerfirmen die gesamte Nacht durchgearbeitet.

Den Bewohnern stehen bei ihrer Rückkehr in die Wohnungen Mitarbeiter der Stadt und der GGG zur Verfügung. Darüber hinaus lädt Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig die Mieter des Hauses am Mittwoch zu einer Hausversammlung ein. Sie will sich von möglichen weiteren Terroristen in Sachsen nicht beeindrucken lassen.

Auch in Leipzig, wo der Verdächtige in der Nacht zu Montag festgenommen wurde, fühlen sich viele Menschen, trotz der jüngsten Ereignisse, weiterhin sicher.

Nachdem die Festnahme des mutmaßlichen Terrorverdächtigen Dschaber A. am Samstag misslungen war, hatte das SEK eine Wohnung in dem Mietshaus gestürmt, in dem sich der Syrer aufgehalten haben soll. Dort wurde 1,5 Kilogramm hochexplosiver Sprengstoff sichergestellt und am Abend kontrolliert gesprengt. Die Schäden an dem Haus werden auf 10.000-20.000 Euro geschätzt.