Terrorverdächtiger gefasst: Das geschah in Chemnitz

Chemnitz – Ein Rückblick zu den Ereignissen rund um den gefundenen Sprengstoff am vergangenen Wochenende im Chemnitzer Fritz-Heckert-Gebiet bis zur Festnahme des bundesweit gesuchten Tatverdächtigen Syrers.

Bereits am Freitagabend hatte der Bundesverfassungsschutz der sächsischen Polizei den Hinweis gegeben, dass in einer Chemnitzer Wohnung ein Sprengstoffanschlag geplant werden könnte. Die Beamten suchten daraufhin in der Nacht zum Samstag nach dem mutmaßlichen Tatverdächtigen Dschaber A.und konnten ihn im Chemnitzer Fritz-Heckert Wohngebiet ausfindig machen.

Vor dem geplanten Zugriff am Samstagmorgen erkannten die Polizisten den Verdächtigen beim Verlassen seiner Wohnung und gaben einen Warnschuss ab. Da die Beamten zu diesem Zeitpunkt aber davon ausgingen, dass der Syrer Sprengstoff bei sich trug, gingen sie nicht weiter auf ihn zu und der Verdächtige konnte entkommen.
Daraufhin bereiteten die Einsatzkräfteeinen Zugriff auf die Wohnung des Syrers vor und evakuierte die Nachbarwohnungen.

Der Zugriff erfolgte dann am Samstagmittag. Doch von dem Syrer keine Spur. Nach ihm wurde daraufhin bundesweit gefahndet.

Bei der Durchsuchung der Wohnung hatten das SEK und Beamte des Landeskriminalamtes mehrere hundert Gramm hochbrisanten Sprengstoff geborgen.
Gegen 19.15 Uhr wurde dieser kontrolliert gesprengt. Die Detonation war auch von weitem noch zu hören.

Bereits am Samstagnachmittag war zudem der Chemnitzer Hauptbahnhof gesperrt worden. Dort waren drei mutmaßlich mit dem Verdächtigen in Verbindung stehende Personen festgenommen worden. Zwei von ihnen sind wieder auf freiem Fuß. Gegen den Dritten besteht der Verdacht der Mittäterschaft.

Am Sonntag hatte das SEK darüber hinaus die Wohnung eines weiteren möglichen Kontaktmannes von Dschaber A. in der Clauswitzer Straße gestürmt. Nach unbestätigten Zeugenaussagen seien vor Ort auch Schüsse geffalen und eine Explosion zu hören gewesen.
Der 33-jährige, der, wie der Hauptverdächtige, als Flüchtling registriert war, wurde in Gewahrsam genommen. Einen dringenden Tatverdacht gab es aber nicht.