Theater Chemnitz sollen mehr Geld erhalten

Chemnitz – Die Stadt Chemnitz will die Zuschüsse für die Städtischen Theater deutlich erhöhen.

Wie Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig gemeinsam mit Theaterintendant Christoph Dittrich bekannt gab, sollen die Mittel von derzeit rund 27 Millionen Euro stufenweise auf mehr als 30 Millionen Euro pro Jahr bis 2021 steigen.

Hintergrund dafür ist das Auslaufen des Haustarifvertrages Ende 2018. Dann sollte eigentlich die Rückkehr in den deutlich höheren Flächentarifvertrag für die Mitarbeiter erfolgen.

Für den Erhalt aller fünf Sparten und der Weiterentwicklung der Theater Chemnitz sollen die Beschäftigten dennoch auf rund 6 Prozent ihres Gehaltes verzichten. Trotz dieses solidarischen Verzichts würden die Theatermitarbeiter mehr als bisher verdienen.

Mit der Erhöhung der Zuschüsse, dem solidarischen Gehaltsverzicht und Fördermitteln soll in die Zukunft der Theater investiert werden.

Zunächst ist geplant, die über die Stadt verstreuten Proberäume in einem Neubau hinter dem Opernhaus zu versammeln. Dies wäre der erste Schritt zu einem zukünftigen „Kulturquartier“ in der Innenstadt. Dafür würden laut Stadt rund 12 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Deutlich teurer wäre ein Umzug des Schauspielhauses in einen Neubau hinter der Oper. Dieser wäre dennoch laut Christoph Dittrich wünschenswert.

Wenn der Chemnitzer Stadtrat dem Theaterkonzept zustimmt, will der Intendant schnellstmöglich Verhandlungen mit den Gewerkschaften zu dem geplanten Tarifabschluss aufnehmen. Eile ist geboten, um die notwendigen Fördermittel noch einzuwerben und weitere Voraussetzungen für einen Neubau hinter dem Opernhaus zu schaffen.

Ziel der Beteiligten ist es letztendlich, die künstlerische Qualität der Theater Chemnitz langfristig zu sichern.

Laut Stadt gäbe es nur wenige Alternativen zu dem vorgelegten Theaterkonzept. Diese wären dann mit deutlichem Personalabbau und Schließung von Sparten wie dem Ballett oder dem Schauspiel verbunden.

Dies wolle man mit den jetztigen Planungen aber unbedingt verhindern.